Anmeldung SolarCamp 2026 eröffnet

PRESSEMITTEILUNG

Solar boomt trotz unsicherer Rahmenbedingungen – Kasseler SolarCamp bildet PV-Hilfskräfte aus

Eine Woche Solarwissen in Theorie und Praxis

Gruppenbild FLINTA*-SolarCamp
SolarCamp – selbst Hand anlegen für die Energiewende (Bildrechte SoLocal Energy e.V. vom SolarCamp 2025)

Kassel, 06.05.2026. Der Ausbau von Photovoltaikanlagen gehört zu den wichtigsten Aufgaben der Energiewende und ist ein zentraler Baustein auf dem Weg zur Klimaneutralität. Das haben auch die vielen Hausbesitzer*innen verstanden, die sich trotz ungewisser Fördermöglichkeiten eine PV-Anlage aufs Dach schrauben lassen. Denn aktuell zeigen die geopolitischen Konflikte: Lokale und erneuerbare Energiequellen machen unabhängig und schonen den Geldbeutel.

Damit der Ausbau der Solarenergie gelingt, braucht es jedoch nicht nur politische Ziele und Nachfrage, sondern auch genügend Menschen, die Solaranlagen installieren. Genau hier setzt das FLINTA*-SolarCamp Kassel an: Ab sofort ist die Anmeldung für die vierte Ausgabe des Camps geöffnet.

Das SolarCamp findet vom 29. Juni bis 3. Juli statt und vermittelt die wichtigsten Photovoltaik-Grundlagen – praxisnah, gemeinschaftlich und niedrigschwellig. Ziel ist es, mehr Frauen, Lesben, inter, nicht-binäre, trans und agender Personen (FLINTA*) für das Klimahandwerk zu begeistern. Denn sie sind im Handwerk und auch im Bereich erneuerbare Energien weiterhin deutlich unterrepräsentiert.

Photovoltaik ist eine der wichtigsten Säulen für eine klimaneutrale Zukunft. Und noch wurde kein PV-Installations-KI erfunden“, sagt Kerstin Lopau vom Organisationsteam von SoLocal Energy e.V. „Deshalb brauchen wir möglichst viele unterschiedliche Menschen mit verschiedenen Perspektiven und Erfahrungen im Handwerk.“

Das SolarCamp findet eine Woche lang in der Waldschule Kassel statt. Vormittags stehen theoretische Grundlagen zu Photovoltaik, Sicherheit und Elektrotechnik auf dem Programm, nachmittags wird praktisch an einem Musterdach gearbeitet. „Gerade die Verbindung aus Theorie und Praxis macht das SolarCamp besonders“, sagt Sabrina Schaub, Planungs- und Betriebs GmbH des Landkreises Kassel, aus dem Kreis der Kooperationspartner*innen. Im Anschluss erhalten Teilnehmende außerdem die Möglichkeit, bei einer echten Solarbaustelle von SoLocal Energy mitzubauen und erste praktische Erfahrungen auf der Baustelle zu sammeln.

Neben dem fachlichen Lernen steht auch das gemeinsame Miteinander im Mittelpunkt. Die Veranstalter*innen möchten einen angenehmen und solidarischen Lernraum schaffen, in dem sich Teilnehmende ausprobieren und gegenseitig unterstützen können. „Die Energiewende braucht den Beitrag vieler Menschen. Deshalb sind geschützte Lernräume wie das SolarCamp wichtig“, betont eine Teilnehmerin des SolarCamps 2025.

Die Anmeldung ist ab sofort möglich. Zusätzlich bietet das Organisationsteam am 9. Mai einen digitalen Infocall an, an dem Interessierte Fragen rund um das Camp stellen können.

Organisiert wird das SolarCamp von SoLocal Energy e.V., einem Kasseler Kollektiv für PV-Handwerk und Klimabildung. Das Camp findet bereits zum vierten Mal in Kassel statt. Gefördert wird das Projekt von der Stadt Kassel, dem Landkreis Kassel (über die Planungs- und Betriebs GmbH), der Bürgerstiftung Kassel, der Heidehof Stiftung sowie dem VDE Kassel. Weitere Kooperationspartner*innen sind die Bundesorganisation SolarCamp 4 Future und Energie 2000 e.V..

Weitere Informationen und Anmeldung unter:
solocal-energy.de/solarcamp

Pressekontakt: Kerstin Lopau
kerstin.lopau@solocal-energy.de | 0561 / 4739 169-2

FÖJ bei SoLocal Energy 2026/2027

Freiwilliges ökologisches Jahr in unserem Verein

Das Team von SoLocal Energy trägt ein Solarmodul, Schriftzug Pack mit uns an bei deinem FÖJ!

Ab September 2026 haben wir wieder einen Platz für ein Freiwilliges ökologisches Jahr (FÖJ). Freiwillige zwischen 16 und 27 können für ein Jahr in unsere Vereinsarbeit reinschnuppern. Dabei gibt es Einblicke in die Arbeit in unserem Kollektiv und die Möglichkeit bei der Planung, Logistik und Installation von großen und kleinen PV-Anlagen dabei zu sein. Zudem kann bei der Organisation und Durchführung von Workshops und Veranstaltungen zu Photovoltaik und Energiewende unterstützt werden. Außerdem kannst du dich auch in unsere Öffentlichkeitsarbeit einbringen. Es ist also ein abwechslungsreiches Jahr zwischen Büro, Lager und Baustelle möglich.

Wie läuft der Bewerbungsprozess ab?

Bewerbungsfrist ist der 31.5. Bitte schick uns bis dahin das ausgefüllte Formular zurück.

Wir führen laufend Bewerbungsgespräche, je nach Eingang der Unterlagen. Wenn es passt, werden wir uns auch schon vor dem Ende der Frist entscheiden (und dies hier im Beitrag kommunizieren). Das heißt, wenn es dir wichtig ist, bewirb dich gerne so früh wie möglich.

Falls wir uns bis Ende Mai noch für keine Person entscheiden konnten, finden die letzten Bewerbungsgespräche am 3. oder 9. Juni statt. Bitte halte dir diese Termine frei zum Kennenlernen, falls du dich Mitte/Ende Mai bewirbst.

Allerspätestens Mitte Juni werden wir uns dann entscheiden.

Wir ermutigen insbesondere FLINTA* (Frauen, Lesben, inter, non-binäre, trans und a-gender-Personen) zu einer Bewerbung, da wir einen FLINTA*-Überhang im Team anstreben.

Kontakt

Falls ihr Lust auf mehr Infos habt oder euch bewerben wollt, meldet euch gerne bei Anna. Erreichen könnt ihr sie unter anna.schilling@solocal-energy.de und 0561 / 4739 169-4

Träger des FÖJ ist das Hessisches Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie.

Einspeisevergütung möglich für Balkonkraftwerke bei der EAM Netz (Nordhessen / Südniedersachsen)

Einspeisevergütung möglich für Balkonkraftwerke bei der EAM Netz (Nordhessen / Südniedersachsen)

Stand: 22.04.2026

Die EAM Netz GmbH hat lange das Votum der Clearingstelle EEG missachtet, dass auch Balkonkraftwerke Anspruch auf Einspeisevergütung haben – egal ob rund um Kassel, Göttingen, Waldeck oder Marburg.

(Achtung: im Stadtgebiet Kassel ist das Netzgebiet der Städtischen Werke. Dort gibt es schon seit 2023 Vergütung für alle Balkonkraftwerke. Mehr dazu hier.)

Mittlerweile kommt es bei der EAM Netz auf die Sachbearbeiter*in an – und eure Hartnäckigkeit! Wir haben schon einige Fälle begleitet, bei denen die EAM mittlerweile doch Vergütung zahlt. Allerdings hören wir auch weiterhin davon, dass im ersten Schritt die Vergütung nicht gewährt wird.

Mit dem folgenden Schreiben könnt ihr – vermutlich auch rückwirkend ab Einbau des Zwei-Richtungs-Zählers – Einspeisevergütung für euer Balkonkraftwerk erhalten. Es kann sein, dass die EAM dafür von euch noch das Ausfüllen eines weiteren Formulars einfordert.

Klickt für eine fertige Vorlage auf den folgenden Mailto-Link: erzeugungsanlagen-mitte@eam-netz.de
Oder schreibt selbst die Mail:


Guten Tag,

ich betreibe seit [Datum] mein Balkonkraftwerk mit [Leistung in Watt, bei zwei 450 Watt-Modulen z.B. 900] Watt Photovoltaik-Leistung und den zulässigen 800 Watt Wechselrichter-Leistung.
Die Anlage ist ordnungsgemäß im Marktstammdatenregister [Ggf. hier die Registrierungsnummer einfügen] angemeldet.

Gemäß der Einstufung der Clearingstelle EEG sind auch steckerfertige Erzeugungsanlagen unter 800W grundsätzlich berechtigt, EEG-Vergütung in Anspruch zu nehmen:
https://www.clearingstelle-eeg-kwkg.de/haeufige-rechtsfrage/235

Insofern beantrage, dass meine steckerfertige Erzeugungsanlage als vergütungsfähig aufgenommen wird.

Ich weise auch darauf hin, dass die Städtischen Werke als benachbarter Netzbetreiber standardmäßig EEG-Vergütung für Balkonkraftwerke vorsehen und routinemäßig auszahlen – bei gleicher Rechtsgrundlage.

Hier meine Kontodaten zur Auszahlung der Einspeisevergütung:
[Kontodaten eintragen]

Ich bin nicht vorsteuerabzugsberechtigt.

Melden Sie sich bitte innerhalb von vier Wochen bei mir, falls Sie weitere Unterlagen zur Auszahlung der Einspeisevergütung für die steckerfertige Erzeugungsanlage von mir benötigen.

Mit freundlichen Grüßen


Anschließend solltet ihr dann die Zusage zur Einspeisevergütung erhalten.

Nachdem ihr rund um den 31. Dezember dann euren Einspeisezählerstand für das Jahr gemeldet habt, bekommt ihr im Januar rückwirkend für das letzte Jahr (und vermutlich damit zusammen auch für die Einspeisewerte aus den Vorjahren, da die ja bislang nicht erfasst wurden und daher auch nicht abgezogen werden können) eure Gutschrift in Höhe von voraussichtlich 10 bis maximal 30 € pro Jahr überwiesen (aktuell 7,8 ct pro eingespeister Kilowattstunde) – und das zuverlässig 20 volle Jahre lang ab dem Installationsjahr.

Wenn ihr weitere Erfahrungen macht, teilt uns die bitte mit – wir aktualisieren diesen Blogbeitrag gern.

Denn die zusätzlichen Euros könnt ihr dann gut für weitere Klimawendeprojekte nutzen – eine Spende, politische Projekte, ein kleiner Beitrag zu eurem Deutschlandticket um das eigene Auto überflüssig zu machen oder Ähnliches. Denn zu tun gibt es genug!

FLINTA*-SolarCamp 2026 in Kassel

Anmeldung für FLINTA*-SolarCamp 2026 in Kassel eröffnet!

Du willst anpacken und die Energiewende voranbringen?

Du suchst eine Arbeit mit Sinn und Zukunft?

Photovoltaik kennenlernen in Theorie und viel Praxis!

Gemeinsam aktiv werden und Camp-Feeling erfahren!

Mit 24 anderen Teilnehmer*innen lernst du in der SolarCamp-Woche vom 29. Juni bis zum 3. Juli 2026 das Wichtigste, was es rund um Photovoltaik zu wissen gibt.

Vormittags versorgen wir dich mit der nötigen Theorie zu Photovoltaik, Elektrotechnik und Arbeitssicherheit. Nachmittags schraubst du dann am Musterdach und den Demo-Anlagen. Untergebracht sind wir in der Waldschule Kassel oder du organisierst dir einen privaten Schlafplatz.

Von Küche bis Programm ist vieles vorbereitet, aber am Ende braucht es dich, um das SolarCamp mit Leben zu füllen. Pack die Energiewende in Nordhessen an und werde Photovoltaik-Hilfskraft!

Frauen & trans, inter, nicht-binäre, agender Personen: Weil diesen Personengruppen der Zugang zum Handwerk leider immer noch erschwert wird, möchten wir nach den tollen Erfahrungen im letzten Jahr diesen Sommer wieder einen angenehmen Raum schaffen, in dem FLINTA* einen Einblick ins Klimahandwerk bekommen und aktiv werden können.

Anmeldung und mehr Informationen gibt es unter solocal-energy.de/solarcamp

Helft uns, das Angebot zu verbreiten und erzählt euren Freund*innen, Kolleg*innen und Bekannten davon!

Hier gibt es auch noch einen Flyer zum Verschicken.

Energiewende verteidigen – Gaskostenfalle stoppen. Klimastreik am 24.4.

Wir rufen als Teil eines breiten Bündnisses mit auf zum großen Klimastreik in Kassel am 24. April 16 Uhr am Hauptbahnhof.

Mitten im Ölpreis-Schock greift die Gas-Lobbyistin Katherina Reiche (heute CDU-Bundes-Wirtschaftsministerin) die Energiewende an. Wir müssen sie stoppen!

Schon als Büroleiterin des damaligen CDU-Wirtschaftsministers Altmaier hat sie die Abrissbirne gegen Erneuerbare Energien wüten lassen. 100.000 Zukunfts-Jobs im Handwerk und der Industrie für Solar und Wind hat sie schon 2013 mit zerstört – und droht jetzt wieder damit.

Ihren absurden Plänen müssen wir uns entgegenstellen – lasst uns gemeinsam die Energiewende retten!

Planbarkeit statt Verunsicherung: Die Einspeisevergütung und der Einspeisevorrang für Erneuerbare Energien müssen bleiben! Es kann nicht sein, dass viel zu viele sündhaft teure Gaskraftwerke mit Milliarden an Subventionen neu aufgebaut werden, während die sauberen Erneuerbaren Energien klein gehalten werden und erstmals Netzentgelte für ihren eingespeisten Strom zahlen sollen. Wir akzeptieren es nicht, dass die CDU uns wieder in die Abhängigkeit von fossilem Erdgas stürzt.

Wärmepumpe und erneuerbare Wärme statt Kostenfalle Erdgas: In Kassel wohnen 8 von 10 Leuten zur Mistreiken wir für Klimagerechtigkeit und die Energiewende.ete – uns allen drohen massiv steigende Kosten durch den verschleppten Gasausstieg. Wir sagen Friedrich Merz und Katherina Reiche klar und deutlich: klimafreundliches Heizen darf kein Luxus sein! Die SPD muss Rückgrat für Mieter*innen zeigen statt zum Handlanger der fossilen Konzerne für Kohle, Gas oder Atom zu werden.

Daher kommt als Teil des bundesweiten Klimastreiks mit uns in Kassel auf die Straße: Am Freitag, 24. April um 16:00 Uhr(Start: Hauptbahnhof) streiken wir für Klimagerechtigkeit und die Energiewende.

Komm dazu und bring wen mit!

Mehr Infos zum bundesweiten Aktionstag zur Rettung der Energiewende bei Fridays for Future.

#ZusammenBesser

50 € für dich – 50 € für unseren Verein

 

Liebes Mitglied, liebe Unterstützer*in,

wir wollen dir heute die Bürgerwerke-Aktion #ZusammenBesser vorstellen, bei der wir als Verein mitmachen. Im Rahmen dieser Aktion kannst du durch den Wechsel deines Stromanbieters unseren Verein unterstützen und selbst 50 € sparen. Und zusammen bringen wir damit die Energiewende in Bürgerhand voran.

Wer sind die Bürgerwerke?

Seit über zehn Jahren zählen die Bürgerwerke zu den wenigen echten Ökostrom-Anbietern in Deutschland. Unter dem Dach der Bürgerwerke bündeln mehr als 125 Bürger-Energiegenossenschaften ihre Kräfte, um Menschen in ganz Deutschland mit BürgerÖkostrom und BürgerÖkogas zu versorgen. Das gemeinsame Ziel: die Energiewende in Bürgerhand. Mit ihrer Aktion #ZusammenBesser möchten die Bürgerwerke zeigen, wie viel Energie in Gemeinschaft steckt und wie viele Menschen sich in ganz Deutschland für unser Zusammenleben engagieren.

Was sind die Ziele der Aktion #ZusammenBesser?

Energiewende voranbringen

Zusammen mit den Bürgerwerken setzen wir ein Zeichen für die Kraft der Gemeinschaft und bringen ganz konkret die Energiewende in Bürgerhand voran: Denn wer zu den Bürgerwerken wechselt, bekommt 100 % Ökostrom aus Erneuerbare-Energien-Anlagen und fördert außerdem mit jeder verbrauchten Kilowattstunde Bürger-Energiegenossenschaften – auch in der eigenen Nachbarschaft. Diese Genossenschaften bauen mit dem Geld weiter die Erneuerbaren Energien aus und beteiligen immer mehr Menschen an der Energiewende in Bürgerhand.

Vereinsarbeit unterstützen

Für jede Person, die mit unserem Aktionscode* SoLocal-Energy zu den Bürgerwerken wechselt, bekommen wir von den Bürgerwerken 50 € für unsere Organisation. Du erhältst zusätzlich 50 € als Dankeschön – gutgeschrieben auf deiner ersten Abrechnung. Je mehr Menschen mitmachen, desto größer die Wirkung – für unseren Verein und für Umwelt- und Klimaschutz.

Wie kann ich mitmachen?

Auf dieser Seite kannst du deinen Tarif für BürgerÖkostrom und BürgerÖkogas berechnen und mehr über die Bürgerwerke erfahren. Nachdem du deine Daten eingegeben hast, gib bitte den Aktionscode* SoLocal-Energy ein, damit dein Wechsel unserem Verein zugeordnet wird und du ebenfalls 50 € Dankeschön erhältst.

Der Aktionscode ist bis 30.06.2026 gültig und kann von allen Personen eingelöst werden, die unsere Organisation mit ihrem Wechsel unterstützen wollen. Wenn du also Menschen kennst, für die diese Aktion interessant sein könnte, leitet die Mail gern weiter.

Wen kann ich ansprechen, wenn ich Fragen habe?

Sind noch Fragen offengeblieben? Das Kundendialog-Team der Bürgerwerke kann deine Fragen zum Wechsel zu den Angeboten der Bürgerwerke am besten beantworten. Du erreichst den Kundendialog der Bürgerwerke montags bis freitags von 8-17 Uhr telefonisch unter 06221 35700-64 oder per Mail an kundendialog@buergerwerke.de.

*Gutscheinbedingungen:

Bis zum 30.06.2026 einlösbar. Der Wert des Gutscheins wird bei der ersten Abrechnung gutgeschrieben. Einmalig einlösbar, nicht übertragbar, keine Barauszahlung möglich.

Medienschau bis März 2026

SoLocal Energy in den Medien

bis März 2026

hessenschau: Schüler bauen Solaranlage an der Georg-August-Zinn-Schule (ab Min 22:42)

Lichtenberg-Gymnasium Kassel: Solarenergie zum Anfassen – Neue Show-Paneele im Lichthof

Green European Journal: Democratising Energy: Why Gender Matters 

Forschungsprojekt Energiewender & Gender: Energiewende auf dem Balkon: Workshop für FLINTA* erfolgreich durchgeführt

lokalkompass.de: Balkonkraftwerk-Workshop für Frauen in Rheinberg – Energiewende selber machen

StadtZeit: Balkonkraftwerke aufbauen kann jeder! (S. 34 im Heft)

Balkonkraftwerks-Förderung bis Ende 2026 gesichert

Förderung für Kasseler Balkonkraftwerke bis Ende 2026 gesichert

Auch das Balkonkraftwerk von Familie Suhm ist städtisch gefördert worden (v.l.n.r.): Fabian Berger (Stadt Kassel), Tabita und Sebastian Suhm (Antragstellende) mit Kind, Silvia Klaffer (Stromspar‐Check) und Arvid Jasper (Solocal Energy e.V.).

Gemeinsame Pressemitteilung der Stadt Kassel mit Energie 2000 und SoLocal Energy.

Der Ablauf ist einfach: Interessierte Haushalte können über die städtische Website www.kassel.de/balkonkraftwerk einen Antrag stellen. Daraufhin erfolgt die Kontaktaufnahme durch die Energieagentur des Landkreises Kassels, Energie 2000 e.V. Es folgt ein kostenloser Stromsparcheck, der individuelle Einsparpotenziale im Haushalt aufzeigt und prüft, ob der Balkon für eine kleine Solaranlage geeignet ist.

Bei den Absprachen mit dem Vermieter erhalten die Antragstellenden Unterstützung. Anschließend wird das Balkonkraftwerk vom Solar‐Kollektiv SoLocal Energy e.V. kostenlos installiert.

Klaus und Ellen Hartmann aus Harleshausen, die bereits ein Balkonkraftwerk über das Programm erhalten haben, berichten: „Das Balkonkraftwerk läuft einwandfrei, und die Förderung durch die Stadt Kassel war hervorragend und erfreulich unbürokratisch. Auch der Stromspar‐Check war sehr hilfreich: Die Beratung war informativ, und die sofort umgesetzten Maßnahmen haben bereits auf der letzten Stromrechnung spürbare
Einsparungen gezeigt.“

Mehr Klimaschutz und Teilhabe – besonders für Mieterinnen und Mieter

„Mit Balkonkraftwerken können auch alle an der Energiewende mitwirken, die zur Miete wohnen“, so Arvid Jasper vom Solar‐Kollektiv SoLocal Energy e.V. „Balkonkraftwerke sind ein wunderbarer Einstieg, ein bisschen das Klima zu stabilisieren und so unsere Lebensgrundlagen zu schützen.“ Jedes Modul spart über seine Lebensdauer von rund 20 Jahren mehr als zwei Tonnen Treibhausgase ein. „Mit jedem Sonnenstrahl auf dem Balkonkraftwerk muss in den fossilen Kraftwerken weniger Kohle oder Gas verbrannt werden“, erläutert Jasper.

Stadtklimarätin Simone Fedderke betont den inklusiven Charakter des Förderprogramms: „Wir gestalten Energiewende als Gemeinschaftsprojekt – für alle. Mit der Förderung von Balkonkraftwerken für Haushalte mit niedrigem Einkommen schaffen wir soziale Teilhabe und ermöglichen konkrete Entlastung im Alltag. Klimaschutz darf keine Frage des Geldbeutels sein. Jede installierte Anlage ist ein Schritt in Richtung Klimaneutralität und zeigt: Energiewende funktioniert dann am besten, wenn alle mitmachen können.“

Auch die Projektleiterin des Stromspar‐Check Silvia Klaffer freut sich über das Angebot und erläutert noch einen Vorteil des Stromspar‐Checks: „Neben der wichtigen CO2-Reduktion profitieren Kommunen auch von den sinkenden Kosten der Unterkunft, wenn Haushalte im Sozialleistungsbezug Energie sparen. Das Programm reduziert also die Kosten der Unterkunft und nutzt der kommunalen Umweltbilanz. Eine nachhaltige Symbiose aus Klimaschutz und Sozialpolitik.“

Energie 2000 e.V. und SoLocal Energy e.V. als Partner der Umsetzung

Energie 2000 e.V., die Energieagentur des Landkreises Kassel, koordiniert die Antragstellungen, führt die Stromsparchecks durch und begleitet Haushalte damit auf dem Weg zu mehr Energieeffizienz. SoLocal Energy e.V. übernimmt im Rahmen des Förderprogramms sowohl Detailabsprachen als auch Montage und Gewährleistung der Balkonkraftwerke.

Weitere Fördermöglichkeiten für alle Kasseler Haushalte

Neben diesem Programm für Haushalte mit niedrigem Einkommen bietet die Stadt
Kassel ein zweites Balkonkraftwerks‐Förderprogramm, das allen Bürgerinnen und Bürgern offensteht – unabhängig vom Einkommen. Die Antragstellung für die Förderung in Höhe von 150 Euro ist ebenfalls über die städtische Webseite möglich.

Balkonsolar in 2025 und 2026

Balkonsolar-News: Förderung in 2026, starker Zubau in 2025 & Produktnorm

Erhöhte Förderung der Stadt Kassel für 1 PV-Modul für Transferleistungsempfänger*innen und Geringverdiener*innen geht in die nächste Runde

Nach erfolgreichem Abschluss der ersten Förderrunde legt die Stadt nochmal nach: 40 Stück komplett finanzierte Balkonkraftwerke mit jeweils einem Modul komplett kostenfrei! Aufgebaut werden die Anlagen durch uns, die Drumherum-Organisation inkl. Anmeldung übernimmt die lokale Energieagentur Energie 2000 im Rahmen des StromSparChecks

Das gilt, wenn ihr 

  • Bürgergeld

  • Sozialhilfe

  • Wohngeld

  • geringe Rente (Anspruch auf Grundrente)

  • Leistungen nach dem Asylbewerbergesetz oder

  • Kinderzuschlag bezieht,

  • oder euer Netto‐Einkommen unterhalb des Pfändungsfreibetrags (1.500 Euro) liegt.

Dabei kriegt ihr auch noch eine Energieberatung zuhause ganz umsonst. Ihr könnt dabei neben guten Energiespartipps auch LEDs oder andere kleine technische Energiesparhilfen bekommen.

Macht also gern einen Termin für diese Energieberatung mit Balkonkraftwerk aus – das geht auch auf der gleichen Förderseite:
www.kassel.de/balkonkraftwerk

Kassel trotzt dem Bundestrend: BKW-Zubau verdoppelt sich

Während der bundesweite Ausbau von Balkon-Kraftwerken 2025 erstmals leicht rückläufig ist, setzt Kassel ein starkes Zeichen: In diesem Jahr werden in Kassel genauso viele Balkonkraftwerke installiert wie insgesamt bis Ende 2024 registriert waren.
Damit verdoppelt unsere Stadt innerhalb eines einzigen Jahres ihre Gesamtzahl an Mikro-PV-Anlagen und zeigt, dass lokale Energiewende-Initiativen auch bei politischem Gegenwind deutliche Erfolge erzielen können.

Neue Produktnorm: Mehr Sicherheit und Klarheit für Steckersolargeräte

Die neue Produktnorm DIN VDE V 0126‑95 für Steckersolargeräte, die im November 2025 vom VDE veröffentlicht wurde, bringt endlich mehr Rechtssicherheit für Hersteller, Händler und Nutzer von Balkonkraftwerken. Sie definiert ab der Gültigkeit (1.12.2025) erstmals klar, was ein normkonformes Steckersolargerät ist – also die Kombination aus Solarpanel, Wechselrichter, Kabeln, Stecker und Montage‑/Bedienungsanleitung – und legt technische Mindestanforderungen fest, an denen sich normkonforme Produkte zukünftig orientieren müssen. Die Norm regelt auch die Leistungsgrenzen: Neue Geräte dürfen bis zu 960 Wp mit dem normalen Schuko-Stecker oder bis zu 2.000 Wp mit speziellem Energiestecker (oder fest verkabelt wie meist bei uns) betrieben werden. Durch diese Grenzen wird die Überlastung des bestehenden Stromkreises und der Steckdose vermieden, sodass eine sichere Nutzung für alle Laien im Haushalt gewährleistet wird.

Die Norm richtet sich primär an Hersteller und Inverkehrbringer. Für alle bestehenden bzw. schon von den Vermieter*innen genehmigten Anlagen gilt so oder so auf jeden Fall Bestandsschutz. Auch zukünftig müssen nicht alle Balkonkraftwerke die Norm einhalten – genauso wie heute auch Papier außerhalb der DIN A4-Norm verkauft werden darf. Aber die Norm bietet eben klare Orientierung. Zukünftig werden sich vor allem schrittweise mehr Wohnungsbaugesellschaften, Förderprogramme oder Versicherungen auf die Einhaltung der Norm beziehen. Damit schafft die Norm bald auch für Mieter*innen mehr Planungs- und Betreibersicherheit. Zumindest sobald dann auch normkonforme Balkonkraftwerke angeboten werden können. Das hängt gerade noch an den Herstellern der Wechselrichter und der Unterkonstruktionen. Wir sind aber dran.

Wichtig: Speicher sind in dieser Norm nicht enthalten, hier gilt weiterhin der Stand der Technik, und das Nutzen eines Schuko‑Steckers ist unserer technischen Einschätzung nach unproblematisch. Es sollten allerdings keine selbst zusammengebastelten Speicherlösungen verwendet werden – diese können tatsächlich gefährlich sein. Wenn ihr eine Anlage mit uns baut, prüfen wir, ob im Einzelfall ein Tausch der Sicherung durch eine 10A oder 13A-Sicherung angebracht ist.

Rückblick 2025 und Ausblick 2026

Jahresrückblick 2025 und Ausblick auf 2026

SharePic: Unser 2025 → 850 Menschen erreicht mit 44 Events → 84 Balkonkraftwerke (= 64 kWp) .→ 4 Groß-Solaranlagen (= 212 kWp) mit ca. 120 Helfer*innen ...und tolle neue Kontakte mit der Schulsolarbildung! in gelbem Rahmen

Rückblick 2025

Wieder ist ein Jahr rum – und dieses Jahr konnten wir unser 5-jähriges Jubiläum feiern! Danke an alle, die mit uns Projekte realisieren und uns unterstützen, egal ob seit 5 Jahren, 5 Monaten oder 5 Minuten!

Wir blicken zurück auf unsere drei Bausteine:

Gemeinschaftlicher Solarbau

Das zweite Jahr mit vollem Fokus auf die richtig großen Dächer haben wir richtig gerockt: Das Solarteam, bestehend aus Anne, Anni und Jan, hat 4 Dach-Baustellen realisiert dieses Jahr:

  • Casseler Frauen Ruderverein: 16,6 kWp (April 25)
  • Goetheschule: 73,7 kWp (Mai 25)
  • Lichtenberg-Gymnasium 97,2 kWp (August 25)
  • Heinrich Schütz Schule: 25 kWp (Oktober 25)

Wir freuen uns besonders über die fruchtbare Zusammenarbeit mit der Stadt Kassel und der Planungs- und Betriebs GmbH des Landkreises in Bezug auf die Schuldächer – wir nehmen die Schüler*innen nicht nur mit aufs Dach, sondern haben auch die Möglichkeit, „am Boden“ mit unseren Schulsolarbildungs-Modulen weiter mit den Schüler*innen zu arbeiten (mehr dazu unter Klimabildung).

Klimabildung

Mit unseren ca. 40 Veranstaltungen haben wir dieses Jahr über 850 Menschen erreicht!

Neben diversen Workshops zu Klimakommunikation, Balkonkraftwerken und PV-Basics für Frauen*, haben wir dieses Jahr einen weiteren Schwerpunkt etabliert: Unsere Schulsolarbildung, die die Solarbaustellen super ergänzt. Möglich wurde das erst durch die Förderung der Deutschen Postcode Lotterie – vielen herzlichen Dank nochmal an alle Beteiligten!

Im Rahmen des Förderprojekts haben wir verschiedene Module (weiter-)entwickelt: Projekttage mit Experimentiersets, eine Solar-AG und die Begleitung der Bauwochen.

Diese Module wollen wir gerne an weitere Schulen in Stadt und Landkreis Kassel bringen – wenn ihr Kontakte habt, gerne her damit!

Das Highlight des Jahres war für uns das bundesweit erste FLINTA*-SolarCamp! Dieses Jahr waren wir dafür mit 25 Frauen und Queers in der Kommune Niederkaufungen und haben sie in 2 Wochen Theorie & Praxis zu PV-Hilfskräften ausgebildet.

Balkonkraftwerke

Der Balkonsolar-Schwerpunkt liegt weiterhin auf Installationen & Abholungen. Damit haben wir in 2025 84 Balkonkraftwerke in die Haushalte gebracht, die zusammen auf eine Leistung von knapp 65 kWp kommen, da der Trend zu 800W-Anlagen geht.

Dieses Jahr konnten wir auch endlich unsere Preise senken und Balkonkraftwerke noch attraktiver machen für mehr Menschen. Neu ist auch, dass wir nun Speicher mit im Angebot haben.

Die Förderung der Stadt Kassel für Balkonkraftwerke begeistert zusätzlich für die eigene Stromerzeugung am Balkon. Wir wünschen uns, dass auch die besondere Förderung für Menschen mit geringem Einkommen noch mehr genutzt wird, denn in solchen Haushalten kann ein Balkonkraftwerk einen echten Unterschied machen auf der Stromrechnung!

Während der bundesweite Ausbau von Balkon-Kraftwerken 2025 erstmals leicht rückläufig ist, setzt Kassel ein starkes Zeichen: In diesem Jahr werden in Kassel genauso viele BKW installiert wie insgesamt bis Ende 2024 registriert waren.
Damit verdoppelt die Region innerhalb eines einzigen Jahres ihre Gesamtzahl und zeigt, dass lokale Energiewende-Initiativen auch in einem stagnierenden Markt deutliche Erfolge erzielen können!

 

Team

Wir dürfen wieder ein neues Kollektivmitglied begrüßen: Seit Mai 2025 arbeitet Thomas vor allem im Balkonkraftwerke-Team dabei und ist wenige Monate später auch schon Kollektivmitglied geworden.

Seit September unterstützt uns Mateo als FÖJ-ler. Danke an dieser Stelle auch nochmal an Yentl, die als Freiwillige bis August dabei war!

Anfang Dezember haben wir intensive Kollektivtage im Schwarzwald verbracht und dabei auch mal wieder neue Fotos gemacht:

Gruppenbild Kollektiv
Das Kollektiv im Dez. 2025 (es fehlen die Teammitglieder Lukas und Mateo)

Ausblick 2026

Das politische Klima wird rauer, aber wir bleiben hier!

Auch in 2026 werden wir wieder PV-Anlagen bauen mit Schüler*innen, unseren Bildungsbereich breiter aufstellen und die Energiewende an Kassels Balkonen sichtbar machen!

Besonders spannend könnte es im Bereich Mehrparteien-PV werden:

Die Umsetzung von Projekten zur Gemeinschaftlichen Gebäudeversorgung (GGV) läuft deutschlandweit schleppend, aber immerhin sind inzwischen ein gutes Dutzend Projekte realisiert. In Kassel hat der dafür nötige Smart-Meter-Ausbau begonnen; auch die Stadtwerke sind am Thema GGV dran, auch wenn der Aufbau der nötigen Software noch dauert. Wir begleiten ein mögliches Pilotprojekt schon länger und gehen davon aus, dass es im nächsten Jahr umgesetzt wird. Daher sind wir zuversichtlich, dass das Eis bald gebrochen wird und der Weg frei ist für den so wichtigen Ausbau von Photovoltaik auf Mehrfamilienhäusern in Kassel! Außerdem wurde nun endlich nach jahrelanger Verzögerung ein deutsches Modell für das Energy Sharing beschlossen – das jetzt aber erstmal den Praxistest bestehen muss. Wir bleiben dran!

Danke nochmal an alle, die uns auf unserem Weg begleiten – ohne euch wären wir nichts!

PS: Wer uns unterstützen möchte, kann dies ganz einfach per Online-Spende tun. Danke auch dafür!

Danke für euer Interesse und eure Unterstützung!

Bleibt gesund & energiegeladen!