Eigenen Sonnenstrom erzeugen!

Balkonkraftwerke sind ein wunderbarer erster Schritt, um Erneuerbare Energie zuhause selbst zu erzeugen. Das Beste daran: auf dem eigenen Balkon oder Garagendach ist das Ganze viel greifbarer, als wenn der Strom einfach aus der Steckdose kommt. Denn sonst kommt der Strom nach wie vor häufig aus klimaschädlichen Kohle- und Gaskraftwerken oder risikoreichen Atomkraftwerken.

Unsere Beispielprojekte

Mikro-Photovoltaik macht die Klimawende sichtbar!

Anders als vor ein paar Jahren ist mittlerweile klar: Balkonkraftwerke sind völlig legal und ein sinnvoller Beitrag für die Energiewende im Kleinen. In jedem Haushalt dürfen bis 600 Watt, also zwei Solarmodule (jeweils 1 x 1,70 Meter) direkt an den Haushaltsstrom angeschlossen werden – und das selbst durch Laien. Einfach einstecken – und schon fließt der Sonnenstrom und versorgt Kühlschrank, Gefriertruhe und Router mit erneuerbarer Energie.

Wenn gewollt, übernehmen wir die Installation als Rundum-Sorglos-Paket.
Vieles lässt sich aber auch selber machen bei den Balkonkraftwerken. Wir können dann gern unterstützen bei Allem, wo es hakt.

Balkonkraftwerke haben viele Namen:

Mieter-Solar

Mini-Photovoltaik

Mikro-Solar

Guerilla-PV

Stecker-Solargerät

Balkon-PV

Bürgersolar

Bürger-PV-Anlage

Plug & Play Photovoltaik

steckerfertige Erzeugungsanlage

Minisolargerät

Aber am Ende ist mehr oder minder immer das selbe drin:

Photovoltaik-Modul, Wechselrichter und Anbringung.

Bei uns natürlich auch nette Beratung (auch gern immer zu anderen Klimawende-Themen) & Unterstützung bis hin zur kompletten fachgerechten Installation, wenn gewünscht!

Denn wir wollen  Balkonkraftwerke trotz der leider bislang verbleibenden kleinen Hürden für alle zugänglich machen. Daher übernehmen wir all die Schritte, die ihr nicht selbst machen mögt:

Technik

Anbringungsort festlegen (telefonisch absprechen, ggf. auch Ortstermin)

fossilfreie Lieferung per Schwerlastenrad

Kommunikation

Hauseigentümer:in

Anmeldung für Stromzählerwechsel

Anmeldung Marktstammdatenregister

Installation

Anbringung

Außensteckdose

 Energiemessgerät

Rückfragen & Wartung

Alle weiteren Fragen rund um die Balkonkraftwerke findest Du unten beantwortet.

Komponenten unserer Balkonkraftwerke

Wir verwenden in der Regel die folgende Komponenten:

Photovoltaik-Module und Mikrowechselrichter

schwarzes Photovoltaik-Modul von Heckert Solar
schwarzes Photovoltaik-Modul von Heckert Solar
Mikrowechselrichter mit vier MC4-Ausgängen und zwei Betteri-AC-Ausgängen

2 Stück schwarze Photovoltaik-Module aus Chemnitzer Fertigung, 320 Wattpeak, 1,01 x 1,67 Meter

Heckert Solar NeMo® 2.0 60 M 320 AR (A) Black MC4

Wenn absolut kein Platz für zwei Module sein sollte, gibt es auch Alternativen mit nur einem Modul. Aber grundsätzlich gilt: jede Fläche nutzen, die geeignet ist für Photovoltaik!

Mikrowechselrichter EVT560S von Envertech.

15 Jahre Herstellergarantie. 2 separate Photovoltaik-Eingänge und MPPTs, daher auch für unterschiedlich ausgerichtete PV-Module geeignet.

Zur Anmeldung (übernehmen in aller Regel wir) braucht es ggf. noch die normtechnische Konformitätserklärung.

Weitere Infos im Datenblatt.

Weitere Infos im Datenblatt.

Eine passende Anbringungsoption für euren Fall

Alu-Dreieck TRIC F quer
Scharze Montagewanne mit Aluprofilen und Schrauben

Aludreieck TRIC F quer
für senkrecht am Balkon

Geht in Sonderfällen auch an Fassaden oder auf Schrägdächern.

Gefertigt bei Marburg (Wagner Solar).

Montagewanne Renusol-Console+

 Für flache Schuppen- und Garagendächer (zusätzlich eine Bautenschutzmatte zum Schutz der Dachhaut) oder direkt im Garten.

Weitere Infos im Datenblatt.

In Einzelfällen nutzen wir auch Dachanker und HDC-Profile für Ziegeldächer oder abgedichtete Stockschrauben für Wellblechdächer. Fragt uns einfach an!

Zubehör

Dazu kommen weitere Kleinteile für die Installation (Winkel für die Balkonmontage, Außensteckdose, DC- & AC-Leitungen, Leiterklemmen, Kabelbinder, Kabelkanäle, Schrauben, Dübel, Dichtmaterial etc.).

Außerdem installieren wir fast immer noch ein Energiemessgerät, meistens ein Shelly 1PM (fest verkabelt hinten in der Steckdose, gibt es aber auch für SchuKo-Stecker). Damit könnt ihr über die Anzeige auf Smartphone oder Computer verstehen, wann die Sonne bei euch wieviel Strom erzeugt – und könnt Gäste (ob Kinder oder Freund:innen) mit der Sonnen-Begeisterung anstecken!

Solidarische Preise

Die Materialkosten geben wir zu unserem Einkaufspreis, also trotz der aktuell hohen Photovoltaik-Preise sehr günstig ohne Marge weiter. Dafür berechnen wir transparent die nötige Zeit für den Einkauf, Vor- und Nachbereitung der Projekte.

Mit den Erlösen aus der Beratung und Installation von Balkonkraftwerken unterstützen wir weitere Projekte unseres gemeinnützigen Vereins SoLocal Energy, in denen Menschen zusammenkommen und mit Begeisterung für die nachbarschaftliche Klimawende in Kassel & Nordhessen aktiv werden.

Wir arbeiten aus Vereinfachungs- und Solidaritäts-Gründen bei
Komplettpaketen inkl. Installation
mittlerweile mit folgenden Pauschalpreisen:

900 € ermäßigt

Kein Nachweis nötig. Deckt die Einkaufspreise des Materials und den unmittelbaren Arbeitsaufwand zum Mindestlohn.

1100 € Normalpreis

Deckt die Einkaufspreise des Materials und den  Arbeitsaufwand rund um Balkonkraftwerk und die Beratung.

1300 € Solipreis

Finanziert zusätzlich ermäßigte Balkonkraftwerke und unterstützt unsere sonstige Vereinsarbeit.

Wenn es nur eine Lieferung mit unserem Schwerlastenrad inkl. allem Installationsmaterial, aber weitestgehende Eigeninstallation (mit telefonischer Beratung unsererseits) sein soll:

750 € ermäßigt

875 € Normalpreis

1000 € Solipreis

Die Selbst-Abholung eures individuell zusammengestellten Komplett-Sets in unserer Garage im Hinterhof Königstor 43 (Kassel-Mitte) kostet inkl. vorheriger telefonischer Beratung und ggf. offizieller Anmeldung durch uns:

700 € ermäßigt

800 € Normalpreis

900 € Solipreis

Welchen Preis (gern auch dazwischen) ihr zahlen mögt und könnt, legt ihr selbst fest und gebt uns das einfach unten im Formular an.

Interesse an einem Balkonkraftwerk?

Melde dich gern telefonisch oder am besten direkt hier mit diesem Anfrageformular.

Zunächst brauchen wir einige Kontaktdaten. Mit ein paar Hintergrund-Infos auf der nächsten Seite können wir Dich dann gut beraten, welches Balkonkraftwerk bei Dir Sinn macht.

Bild von Arvid Jasper

Arvid ist unser Balkonkraftwerks-Experte und meldet sich dann bei dir, wenn zwischen den ganzen Baustellen gerade wieder Luft ist.

Du kannst ihn direkt erreichen unter:
arvid.jasper@solocal-energy.de
0561 4739169-3

Balkonkraftwerks-Anfrage (unverbindlich)

 
Wir möchten gern direkt mit Dir in Kontakt treten können und freuen uns daher, wenn Du Deine Telefonnummer angibst.
Wir schauen mit Eurer Adresse, welche Solar-Optionen bei Euch Sinn machen und welcher Verteilnetzbetreiber zuständig ist. Außerdem brauchen wir die Adresse natürlich für die Auslieferung und Rechnungstellung.
Für die Installationen sind wir mit dem Schwerlastenrad und daher in der Regel nur im Umkreis von 15 km um Kassel unterwegs. Falls ihr weiter weg seid, können wir euch nur aus der Ferne unterstützen oder ihr könnt euch Material bei uns abholen.
 
In der nachbarschaftlichen Klimawende müssen wir vieles gemeinsam anpacken. Unser Eindruck ist, dass dafür eine persönliche Beziehung sehr hilft. Wir freuen uns also, wenn wir geduzt werden!

 

Wir haben aktuell sehr viele Anfragen – daher suchen wir zur Unterstützung auch nach einer weiteren Person im Team.

Wir melden uns dennoch so bald wie möglich bei Dir – auf dass Du schon bald Teil unserer SoLocal Energy – Community wirst!



Unsere Antworten auf eure Fragen!

Ihr habt noch Fragen?

Wir haben die Antworten auf alle uns häufig gestellten Fragen zusammengetragen.

Wir erweitern die Frage- und Antwortsammlung laufend. Melde dich auf jeden Fall bei uns, wenn eine Deiner Fragen unbeantwortet ist.

Allgemeine Fragen

Absolut! Es ist einfach genial, den eigenen Strom auf dem Balkon zu erzeugen und damit Strom greifbar zu erleben.

Auch wirtschaftlich macht ein einzelnes Solarmodul (300 W) selbst bei geringem Stromverbrauch Sinn. Ein einzelnes Modul produziert pro Jahr je nach Anbringungsort 200-300 kWh Strom. Ein durchschnittlicher Ein-Personen-Haushalt in einem Mehrfamilienhaus (ohne Warmwasser durch Strom) verbraucht im Durchschnitt Deutschlands 1.500 kWh. (Weitere Vergleichswerte im Stromspiegel.)

Demnach wird nach wie vor ein großer Teil des Verbrauchs dann stattfinden, wenn das Balkonkraftwerk auch Strom produziert. Auch in Ein-Personen-Haushalten wird ja fast immer ein Kühlschrank und Router betrieben, vielleicht auch weitere Standby-Geräte.

Da Lieferung und Installation einen großen Anteil der Kosten ausmachen, lohnt es sich aber in den meisten Fällen wirtschaftlich und erst recht ökologisch, das Maximum von 600 Watt, also zwei Standard-Solarmodulen auszunutzen. Der Aufwand unterscheidet sich für alle Beteiligten kaum, aber es kommt doppelt so viel Sonnenstrom dabei rum!

Das klären wir im Vorhinein mit eurer*m Vermieter*in. Normalerweise nehmt Ihr einfach Euer Solarmodul mit in die nächste Wohnung und könnt es dort wieder anbringen. Meldet Euch gerne dann bei uns für die weiteren Schritte zur Anmeldung und Installation.

Alternativ könnt Ihr Euren Nachmieter*innen auch das Balkonkraftwerk wie eine Einbauküche gegen Zahlung einer Ablöse überlassen.

Ein Solarmodul spart pro Jahr in etwa so viel Emissionen, wie ein Auto auf 700 km ausstößt (60-100 kg CO2). Bei zwei Modulen (600 W) das Doppelte. Zusammen führen zwei Solarmodule im Durchschnitt damit zu etwa 1-2% weniger Treibhausgasemissionen für einen Ein-Personen-Haushalt.

Vor allem ist ein Balkonkraftwerk also der erste Schritt, um sich zuhause und in der Nachbarschaft mit der Klimawende zu beschäftigen. Es braucht solche kleinen Ansatzpunkte, damit daraus größere Projekte entstehen - zum Beispiel im Rahmen unserer Nachbarschaftskreise Klimawende oder dem Solarsyndikat.

Grundsätzlich können mit einem Balkonkraftwerk jährlich 40-60 € (doppeltes: 75-110 €) Stromkosten gespart werden über die Lebensdauer des Balkonkraftwerks (bis zu 25, gar 30 Jahre).

Der genaue Betrag hängt von Euren heutigen und zukünftigen Strompreisen, der Ausrichtung und (möglichst geringen!) Verschattung des Solarmoduls und Eurem Grundlast-Stromverbrauch ab.

Das Balkonkraftwerk liefert durchgängig Strom, wenn die Sonne scheint. Das Balkonkraftwerk kombiniert sich daher insbesondere gut mit Kühlgeräten (Kühlschränken, Gefriertruhen, Ventilatoren). Bei hohen Temperaturen und damit meist hoher Sonneneinstrahlung laufen diese ebenfalls viel unter Volllast.

Grundsätzlich ist ein Balkonkraftwerk aber auch ideal geeignet, um Strom für sogenannte "Grundlastverbraucher" bereitzustellen - also Geräte, die immer Strom verbrauchen. Wenn auch jedes einzelne Gerät nicht viel verbraucht, summiert sich das in den allermeisten Haushalten auf 80-300 Watt an Grundlast. Wenn ihr das einmal grob messen wollt für Euch:

  1. Morgens als letzte Tat vor dem Verlassen des Hauses den Stromzähler ablesen und die Zahl notieren zusammen mit der Uhrzeit
  2. Nachmittags/abends wieder den Zähler ablesen. Die Differenz bilden und durch die vergangenen Stunden teilen und mal 1000 rechnen - das war Eure Grundlast über diesen Tag hinweg. Das kann sich aber jahreszeitenbedingt auch verändern (Heizungspumpe, Kühlgeräte usw.)

Als Faustregel gilt, dass die Leistung Eures Balkonkraftwerks Eure Grundlast-Stromverbraucher nicht um mehr als den Faktor 7 übersteigen sollte (meistens produziert das Balkonkraftwerk ja nicht die Maximalwerte). Demnach ist aber auch in den meisten Fällen ein doppeltes Balkonkraftwerk mit 600 Watt sinnvoll.

Seit 2010 und nochmal verschärft seit 2014 müssen neue Geräte in der EU zwar strengere Grenzwerte für den Stromverbrauch im Standbybetrieb einhalten (max. 0,5 Watt für bloße Einschaltbereitschaft, max. 1 Watt für Bereitschaftsmodus mit roter LED o.Ä.). Doch viele von uns haben noch ältere Geräte im Haus. In vielen Fällen lohnt es sich ja auch, diese Geräte so lange wie möglich zu nutzen.

Aus dieser Tabelle mit groben Durchschnittswerten könnt ihr ablesen, wieviel (Grundlast-)Stromverbrauch bei Euch anfällt.

 GerätTypische Standby-Leistung in WattÜbliche Nutzungs-Leistung in WattJährlicher Grundlast-Stromverbrauch in kWhTypischer Jahres-Stromverbrauch in kWhGrundlast-Stromkosten jährlich in €Gesamte Stromkosten jährlich in €
Kühlschrank5-158040-13060-50012-4018-150
Gefriertruhe/-schrank5-2520040-220100-50012-6530-150
Backofen-Uhr0-215005-20100-5001-630-150
Mikrowelle2-3120020-3050-1505-1015-45
Gegensprechanlage / Klingel1-2205-155-151-51-5
Spülmaschine0-36005-25100-2501-7,530-75
Waschmaschine0-310005-2550-2501-7,515-75
Heizungs-Umwälzpumpe2-1520010-13050-5003-4015-150
Internet-Router (WLAN)5-105-20

40-90

40-10010-3012-30
Sat-Receiver2-105-1020-9020-1005-256-30
Festnetztelefon2-510-2020-4520-605-156-20
klassisches Radio1-310-205-255-301-7,51-10
Internet-Radio4-85-1530-6030-6510-2010-20
Handyladegerät0,3-52-55-405-451-101-15
Laptop1-510-405-4040-1001-1010-30
PC1-1550-2005-120100-2501-3030-75
PC-Monitor1-1015-505-8040-1501-2510-45
Drucker1-5 5-405-801-121-25
Fernseher1-1420-2005-12050-2501-3515-75
Stereo-Anlage1-1525-12520-1501-37,55-45
DVD-Rekorder1-85-255-505-551-151-15
Spielekonsole1-41005-3040-801-1010-25
Kaffeevollautomat1-33005-2520-801-7,55-25
Smart Home - System mit Sprachsteuerung (Amazon Echo, Google Home etc.)2-71010-6020-803-205-25
Server (Dauerbetrieb)30-10050-150250-750250-90075-22575-270

Datenquellen:

https://www.co2online.de/energie-sparen/strom-sparen/strom-sparen-stromspartipps/stromverbrauch-bei-standby/

Dena 2010 für die hohen Grundlast-Werte (mittlerweile nur noch bei alten Geräten)

https://www.stromverbrauchinfo.de/stromverbrauch-waschmaschinen.php

Aufgrund der geringeren bürokratischen Anforderungen sind Heimwerker-Balkonkraftwerke mit 1-1,2 €/Wp regelmäßig deutlich günstiger als Aufdachanlagen. Selbst mit professioneller Installation wie von uns bei SoLocal Energy ist ein Balkonkraftwerk für 1,5-1,75 €/Wp gut machbar. Ein regionales Versorgungsunternehmen bietet Dachanlagen aktuell für 2,4 €/Wp an, andere sehr günstige Anbieter nicht unter 1,2 €/Wp. Das tut sich also nix.
Im Gegenteil sind Balkonkraftwerke also ein Einstieg in die Photovoltaik mit niedrigen Investitionskosten. Aus der Begeisterung können dann ja noch viele weitere auch größere Anlagen entstehen.

Technische Fragen

Da gibt es ganz viele Möglichkeiten! Am beliebtesten ist der Anbau am Balkon, entweder flach am Geländer oder etwas nach außen vorgebaut, um mehr Sonne einzufangen. Aber auch die Anbringung an der Fassade, auf der Terrasse oder im Garten sowie auf dem Schuppendach werden gerne umgesetzt. Dabei ist es immer sehr wichtig, die Montage auch sturmsicher auszuführen.

Sprecht uns einfach an, wir überlegen gemeinsam mit Euch, wo ein Steckerkraftwerk bei Eurer Wohnung oder Eurem Haus passen könnte!

vier verschiedene Anbringungsorte an einem stilisierten Einfamilienhaus: Garagendach, frei aufgeständert, Fassadenanbringung, Balkonbrüstung

Wir haben zahlreiche verschiedene Anbringungsoptionen zur Verfügung: vom Balkongeländer (senkrecht oder etwas nach vorn aufgeständert), der Fassade bis hin zu einer Montagewanne für das Garagendach oder den Garten. Auch für das Wellblech-Dach des Schuppens haben wir die passende Lösung parat.

Füllt also gern das Anfrageformular aus und beschreibt oder ladet dort am besten gleich ein Bild vom geplanten Anbringungsort mit hoch!

Je mehr Sonne, desto mehr Strom produziert das Balkonkraftwerk. Es sollte also tagsüber direkte Sonne auf das Solarmodul fallen. Am besten so anbringen, dass möglichst wenig Schatten auch von Balkonmöbeln oder Pflanzen auf das Solarmodul fällt. Grundsätzlich lohnt sich aber ein Balkonkraftwerk auch unter mäßigen Bedingungen.

Wo wirklich keine Sonne scheint, kann allerdings auch nicht viel Strom produziert werden. Ein Nordbalkon ist also kaum geeignet. Am besten schickst du uns Fotos in alle Richtungen vom Balkon aus. Das geht im Kontaktformular unten auf der Balkonkraftwerks-Seite. Dann schauen wir uns das mal per Google Earth an und melden uns, ob ein Balkonkraftwerk bei Euch Sinn macht.

Der Wirkungsgrad unserer aktuellen Photovoltaikmodule beträgt rund 20% von der eintreffenden Sonnenstrahlung. Das ist viel mehr als beispielsweise bei der pflanzlichen Photosynthese (1-3%), die dann mit Wirkungsgrad von 30-95% als Biomasse zu Energie umgewandelt werden kann. Oder aus der dann wiederum mit einem einstelligen Wirkungsgrad Kohle wird, die dann wiederum mit 30-45% Wirkungsgrad verbrannt wird... Kommt also immer auf den konkreten Vergleich an 😉

Letztlich kommen alle gängigen Energieformen aus der Sonnenenergie (auch die Windkraft, durch lokale Erwärmung und Ausgleichsströmungen). Die Umwandlung von Sonnenenergie in Strom ist der mit Abstand effizienteste Weg, die Sonnenenergie zu nutzen.

Nein. Unsere Balkonkraftwerke liefern nur Strom, wenn sie an das allgemeine Stromnetz angeschlossen sind. Unsere Balkonkraftwerke sind nicht für den sogenannten "Inselbetrieb" gedacht. Sie schalten sich aus Sicherheitsgründen bei einem allgemeinen Stromausfall also auch ab. Erst so lassen sich alle normalen Haushaltsgeräte mit dem Sonnenstrom vom Balkon sicher und ohne große weitere Vorkehrungen (wie ein Gleichstrom-Inselnetz) betreiben.

Nein. Unsere Balkonkraftwerke liefern nur Strom, wenn sie an das allgemeine Stromnetz angeschlossen sind. Sie schalten innerhalb von 0,2 Sekunden nach Trennung vom Netz ab (s. nächste Antwort).

Bei sachgemäßer Handhabung: Nein. Wir verwenden nur hochqualitative Wechselrichter mit integriertem Netz- und Anlagen-Schutz (NA-Schutz). Nach dem Trennen des Steckers vom Stromnetz liegt daher schon nach 0,2 Sekunden kein Strom mehr vorne an den Steckerverbindungen an. Das ist sehr viel kürzer als bei handelsüblichen Staubsaugern (1 Sekunde). Die entsprechenden Bauteile sind sogar doppelt in Reihe verbaut, falls eines davon ausfallen sollte.

Allerdings sollte das Kabel nicht regelmäßig bewegt werden, da sonst wie bei allen anderen Kabeln auch ein Kabelbruch entstehen kann. Immerhin soll ja auch in zwanzig Jahren noch Strom durch dieses Kabel fließen. Ein Kabelbruch könnte im ungünstigsten Fall Funken fliegen lassen. Bei über 100.000 Balkonkraftwerken in Deutschland ist bislang aber kein daraus entstandener Brand bekannt.

Wir achten schon bei der Anbringung des Balkonkraftwerks auf eine sichere Kabelführung.

Ja. Selbst ein doppeltes Balkonkraftwerk produziert bei praller Sonneneinstrahlung maximal 600 Watt an elektrischer Leistung, das entspricht einer Stromstärke von maximal 2,6 Ampere.

Eine normale Sicherung ist bis 16 Ampere durchfließenden Strom abgesichert. Der ungünstigste Fall: die Energiefresser Mikrowelle, Toaster, Staubsauger und Waschmaschine laufen gleichzeitig über die selbe Sicherung, deren 16 Ampere Absicherung damit ausgereizt sind. Gleichzeitig scheint draußen die pralle Sonne, das Balkonkraftwerk speist also vom "anderen Ende" her zusätzlichen Strom in den Stromkreis ein. Selbst dieser sehr ungünstige Fall wurde einmal an der HTW Berlin getestet: die Kabeltemperatur wird zwar um weitere 17,5°C durch das Balkonkraftwerk erhöht, bleibt aber mit 87,5°C noch weit weg von der Entflammtemperatur der Kabel (180°C).

Üblicherweise sind allerdings bei modernen Elektroinstallationen sogenannte normative Reserven eingeplant, die den Betrieb eines Balkonkraftwerks völlig bedenkenlos ermöglichen. Wenn die Elektroinstallation hingegen älter ist, prüfen wir stets, ob wir die Sicherung durch eine 10A oder 13A-Sicherung tauschen müssen.

--- Technische Details ---

Die Leiter der Endstromkreise müssen nach VDE-V-0100-551-1:2018-05 so bemessen sein, dass die Strombelastbarkeit größer ist als der Bemessungsstrom der Sicherung (also meist 16A) und den max. 2,6 A vom Balkonkraftwerk. In neueren Hausinstallationen mit normativen Reserven (keine/begrenzte Bündelung von Leitungen; Stromkreise in ungünstiger Verlegungsart A2 o.Ä. mit 2,5 mm² - Leitern ausgeführt) sind solche Reserven in der Regel verfügbar ohne Tausch der Sicherung.
Daneben gibt es eine ausführliche Sicherheitsstudie des Photovoltaik-Instituts Berlin, welche tendenziell von einer Verringerung der Risiken durch den Anschluss eines Balkonkraftwerks ausgeht, da die Auftrittshäufigkeit von Stromstärken in den meisten Leitern >2,6 A verringert wird.
Der einzige Fall, wo die Stromstärke in einem Leiter tatsächlich längerfristig >16A auftreten könnte, ist bei einem einzelnen (!) Verbraucher, der über längere Zeit zwischen 16 und 18,6 A verbraucht - dann aber auch nur in dem kurzen Leitersegment zwischen diesem Verbraucher und dessen Anschluss an den Stromkreis, weil dort (s. Abb. 15 der Sicherheitsstudie) der Strom ja von beiden Seiten (2, 6 A vom BKW, 16 A von der Sicherung) kommt und demnach ab dort wieder die Regelwerte eingehalten werden. Bei Stromstärken >18,6 A selbst bei diesem einen Verbraucher (z.B. bei Kurzschluss) löst die Sicherung ja wieder aus. Voraussetzung dafür ist, dass sowohl der Verbraucher über längere Zeit genau diese 16 bis 18,6 A Stromstärke fordert, und gleichzeitig das Balkonkraftwerk volle Leistung bringt.
Ein solcher Fall ist leicht zu vermeiden, indem schlicht das Balkonkraftwerk an keinen Heizkreislauf angeschlossen wird. (Wobei die meisten Heizkreisläufe ja nicht dann auf Volllast laufen, wenn das Balkonkraftwerk volle Leistung einspeist...).
Die zusätzlichen Risiken sind derart gering, dass die verringerten Risiken durch eine Verringerung der Stromstärken zwischen 2,6 A und 16 A im Stromkreis tendenziell überwiegen. Wer auf Nummer sicher gehen will, lässt sich die Anlage tatsächlich von einem Elektrofachbetrieb installieren, der dann natürlich diese Punkte prüft und im Schadensfall die Haftung dafür übernimmt.

Ja. Ein FI-Schalter ist seit 2007 grundsätzlich Pflicht bei Elektroinstallationen - erst recht bei Außensteckdosen sowie Feuchträumen.
Falls noch kein FI-Schalter (RCD) eingebaut ist, können wir das gern übernehmen bei der Installation des Balkonkraftwerks.

Technisch gesehen geht das, macht aber sehr wenig Sinn. Zumindest sofern keine Inselanlage ohne Netzanschluss (z.B. im Kleingarten) geplant ist.

 

Üblicherweise wird 60-90% des produzierten Stroms von Balkonkraftwerken durch die Grundlastgeräte direkt im eigenen Haushalt verbraucht. Daher bleibt gar nicht viel Strom zum Speichern übrig. Die Kosten des Akkus und der Nerv, diesen zu warten und nach einigen Jahren auszutauschen, lohnt sich daher anders als mitunter bei größeren Dach-Photovoltaikanlagen und bei Quartiersspeichern nicht.


Ein Kleinst-Akku für ein direkt ins Hausnetz eingebundenes Balkonkraftwerk macht auch ökologisch keinen Sinn. Denn durch die geringe Nutzungsintensität des Akkus durch die nur selten auftretenden Überschüsse wiegt dessen hoher Ressourcen-Aufwand umso schwerer. Dazu braucht es noch weitere Messgeräte und Laderegler, die auch relevanten Ressourcenaufwand und Schäden in Abbau und Produktion mit sich bringen.

Wenn es also nicht um den Spaß am technischen Basteln gehen soll, raten wir klar von Speichern ab.

Die Deutsche Gesellschaft für Sonnenenergie hat zusammen mit der Fachhochschule Rosenheim eine Grafik zum winkelabhängigen Ertrag eines Balkonkraftwerks erstellt. Auf der Achse unten geht es um die Himmelsrichtung (180° Azimuth = Süden, 270° = Westen, 90° = Osten, 0° = Norden).

Die meiste Energie produziert ein Balkonkraftwerk bei südlicher Ausrichtung und bei 36° horizontaler Neigung (linke Achse). Um diesen Winkel zu erreichen, gibt es spezielle Aufständerungsoptionen. Aber auch in vielen anderen Winkelkombinationen wird dennoch viel Strom produziert. Insbesondere eine westliche Ausrichtung macht Sinn, wenn Ihr sehr wenige Grundlastverbraucher habt und vor allem nachmittags und abends viel Strom verbraucht.

Ein senkrecht angebrachtes Balkonkraftwerk (Neigungswinkel 90°) produziert natürlich mit rund 70% etwas weniger als ein ideal angebrachtes Balkonkraftwerk. Es ist aber deutlich leichter zu installieren, da es meist nicht so starkem Wind standhalten muss wie ein vom Balkongeländer aus aufgeständertes Solarmodul.

Nein. Rechtlich dürfen maximal 600 Watt (also etwa zwei Standard-Solarmodule) an einen Haushalts-Stromkreis angeschlossen werden.

Prinzipiell und technisch gesehen lässt sich über eine ganze Fassade natürlich eine große Solaranlage zusammenschalten. Die wird dann aber rechtlich wie eine Dach-Anlage behandelt und kann dann bloß in einem einzigen der Haushalte (bzw. Stromzählerkreise) verbraucht werden.

Wenn ihr etwas in der Art vorhabt, ruft uns gerne an, um gemeinsam alle denkbaren Möglichkeiten auszuloten.

Das geht am einfachsten mit eine Strommesssteckdose oder einem fest verdrahteten Messgerät.

Wir verwenden in aller Regel die fest verdrahteten Shelly-Messgeräte (Shelly 1PM). Ins WLAN eingebunden, lassen sich die aktuellen Werte von überall aus per App auslesen. Stündliche Werte werden über Jahre hinweg gespeichert und können schön ausgewertet werden. So lässt sich gut ein Gespür für die Kraft der Sonne entwickeln.

Die Steckdosen funktionieren natürlich nur bei einer Installation mit SchuKo-Stecker. Sie werden wie Zeitschaltuhren in eine Steckdose eingesteckt, gleichzeitig kann wiederum ein SchuKo-Stecker hineingesteckt werden. Eigentlich sind die Geräte für eine Verbrauchsmessung und nicht für eine Erzeugungsmessung konzipiert, allerdings macht das technisch keinen Unterschied, sodass sie bedenkenlos für Balkonkraftwerke genutzt werden können. Wichtig ist, eine Strommesssteckdose für den Außenbereich zu verwenden.

Gute Erfahrungen haben wir bis jetzt mit den Messsteckdosen Fritz!DECT210 und "Luminea Home Control WLAN Steckdose Garten" gemacht. 

Die Fritz!DECT210 funktioniert nur in Verbindung mit einer FritzBox und die Erzeugungsdaten lassen sich am Computer visualisieren. Per App lässt sich nur die Steckdose an und ausschalten.

Die Luminea Home Control WLAN Steckdose Garten wird per WLAN mit der Elesion-App angesteuert. Hier kann die aktuelle Leistung und die pro Tag bzw. Monat produzierte Strommenge eingesehen werden.

Voraussetzung für die Nutzung der Strommesssteckdosen ist, dass ein Balkonkraftwerk über einen Schukostecker mit einem Stromnetz verbunden ist.

Fritz!DECT210
Luminea Home Control WLAN Außensteckdose

Wenn zwei Module genutzt werden, können die über einen gemeinsamen Wechselrichter mit separater Ansteuerung (mit zwei "Maximum Power Point Trackern" (MMPTs)) genutzt werden.

Wenn viele Anlagen nicht gemeldet und demnach in aller Regel auch ohne Zwei-Richtungs-Zähler betrieben werden, stimmen die Verbrauchsprognosen nicht mehr exakt mit dem tatsächlichen Verbrauch überein.

Die Verbrauchsprognosen arbeiten allerdings mit stark vereinfachten Daten und seinerzeit ermittelten Durchschnitts-/Standard-Verbrauchsprofilen, für Haushalte das H0-Profil. Diese Daten sind bereits Jahrzehnte alt und ohnehin nicht mehr aktuell aufgrund zahlreicher neuer Verbrauchsmuster, werden in der Praxis also ohnehin anhand der real gemessenen Daten an den Netzverknüpfungsstellen angepasst. ("zu viel" Strom kann dabei nicht produziert werden, da immer eine exakte Deckung vorliegen muss - im Zweifel müssen die Stromlieferanten nur den "zu viel gekauften" Strom als "Ausgleichsenergie" wieder an der Börse loswerden).

Photovoltaik-Module halten in der Regel mindestens 25 Jahre - die allermeisten Pionier-Anlagen aus den 90er-Jahren sind also noch im Betrieb. Insofern gibt es aufgrund der bislang äußerst geringen Mengen erst ein groß angelegtes Recycling-Angebot für Photovoltaik-Anlagen (www.pvcycle.de). Weitere sind aber bereits in der Planung und Vorbereitung.
Wer sich heute ein Balkonkraftwerk zulegt, kann fest davon ausgehen, dass in 20-30 Jahren ein umfangreiches Recyclingangebot aufgebaut sein wird. Am besten dann also den Wertstoffhof oder die Suchmaschine der Wahl befragen.
Wechselrichter sind als Elektrogeräte beim Wertstoffhof dem Recycling zuzuführen.
Wenn ihr Fragen zum Recycling und zur fachgerechten Entsorgung habt, kontaktiert uns gern!

Rechtliche Fragen

Ja. Seit Ende 2018 liegen alle nötigen Normen vor, um Steckerkraftwerke mit einer Wechselrichter-Leistung bis 600 W an den Haushaltsstromkreis anzuschließen. Dabei müssen aber einige rechtliche Rahmenbedingungen beachtet werden (s. folgende Fragen).

In der Regel ist das aktuell leider nötig.

Schau am besten einmal in den Teilungsvertrag deiner Wohnungseigentümer:innengemeinschaft (WEG) und die Hausordnung oder den Mietvertrag. Dort ist meist etwas zur Nutzung der Balkone (Blumenkästen o.Ä.) festgehalten. Diese Grundsätze lassen sich auch auf Balkonkraftwerke übertragen. Je schicker es aussieht, desto weniger genervt sind wohl auch deine Nachbar:innen und Vermieter:innen. So oder so: reden hilft!

Wenn du nur folgendes planst, brauchst du keine Zustimmung einholen:

  • Anbringung des Balkonkraftwerks auf dem Balkon oder ähnlich wie ein Sichtschutz oder Blumenkästen außen am Balkongeländer, am besten in einer eher unauffälligen Farbgebung und nicht höher als das Geländer, oder eine Anbringung außerhalb des Sichtbereichs von der Straße, und
  • eine Außensteckdose gibt es bereits oder es ist für den Stromanschluss anderweitig nicht nötig, einen Schlitz in die Fassade zu bohren.

Falls du Folgendes planst, solltest du die Zustimmung einholen:

  • Der Einbau einer neuen Außensteckdose, denn das gilt vermutlich nicht mehr als modernisierende Instandsetzung, sondern als Modernisierung aufgrund des baulichen Eingriffs durch den Schlitz in der Wand.
  • Eine tiefe Verankerung des Balkonkraftwerks in der Fassade
  • Deutliche Verschattung von anderen Balkonen o.Ä.
  • Anbringung des Balkonkraftwerks außen am Geländer mit Aufständerung
  • optisch störender Einfluss auf die Fassade (wie eine Satellitenschüssel)
  • Austausch des Zählerkastens, weil in den (sehr) alten kein moderner Zähler eingebaut werden kann (s. Fragen zum Stromzähler unten)

Obwohl die Vermieter:innen oder eben die Wohnungseigentümergemeinschaft in all diesen Fällen gefragt werden muss, sind sie in aller Regel zustimmungspflichtig, genauso wie bei der Anbringung von Markisen. Denn die Nutzung der Sonnenenergie auf dem Balkon ist vermutlich genauso eine vertragsgemäße Nutzung wie der Sonnenschutz. Sie dürfen dein Anliegen nur mit einer triftigen Begründung ablehnen. Gerade wenn ihr anbietet, die Kosten der Außensteckdose zu übernehmen und das Balkonkraftwerk bei eurem Auszug wieder abzubauen und mitzunehmen, gibt es wohl keinen triftigen Grund mehr, euch das zu verweigern.

Um euch dabei zu unterstützen, haben wir eine Muster-Beschlussvorlage für eure WEG erstellt (basierend auf einem Muster von machdeinenstrom.de). Wenn ihr nicht bis zur nächsten jährlichen Versammlung warten wollt, lässt sich auch ein Umlaufbeschluss nach §23 Abs. 3 WEG-Gesetz starten. Dafür nutzt am besten die angepasste Vorlage.
Ändert natürlich gern alles so, wie es für euch und eure WEG am besten passt!

Wenn ihr die Angelegenheit mit eurer:m Vermieter:in auch am liebsten schriftlich festhalten wollt, haben wir auch dafür ein Musterschreiben: Vorlage Vermieter:innen-Brief

Wenn ihr Fragen habt, kommt gern auf uns zu! Wir unterstützen euch gern im Kontakt mit eurer:m Vermieter:in oder eurer WEG.

Nein. Vor dem Anschluss deines Balkonkraftwerks muss es beim Stromnetzbetreiber angemeldet werden. Der tauscht meist den Zähler aus (s. Fragen unten). Nach der Installation muss das Balkonkraftwerk aktuell auch noch im Marktstammdatenregister der Bundesnetzagentur eingetragen werden. Um beides können wir uns gerne kümmern.

Außerdem sind technische Richtlinien zu beachten. Es ist in Deutschland leider noch ungeklärt, ob ein normaler SchuKo-Stecker zum Anschluss verwendet werden darf.

In Österreich sind normale Schutzkontakt-Stecker (kurz: SchuKo-Stecker) rechtlich vorgesehen für Balkonkraftwerke. Über 200.000 Balkonkraftwerke sind dort mit SchuKo-Steckern ausgestattet.

In Deutschland ist die Lage rechtlich noch etwas kompliziert. Eine technische Anwendungsregel (die DIN VDE V 0100-551-1:2018-05) sieht die Nutzung einer "speziellen Energiesteckdose" vor. Es ist ungeklärt, ob nicht auch die SchuKo-Steckdose eine "spezielle Energiesteckdose" darstellt.

Es besteht die Vermutung, dass die Norm bloß eine "spezielle Energiesteckdose" vorsieht, weil mit Herrn Wieland ein Produzent solcher Spezial-Steckdosen (Wieland-Steckdosen der Reihe RSt20) Mitglied der Normungskommission war. Diese sind eigentlich für deutlich größere Anlagen bis 3,7 kWp Leistung vorgesehen, nicht für einzelne Solarmodule eines Balkonkraftwerks.

Manche der speziellen Energiesteckdosen sind besser gegen Spritzwasser und Regen geschützt. Außerdem können sie nicht ohne Werkzeug aus Versehen ausgesteckt werden. Das Sicherheitsniveau steigt dadurch.

Es ist andererseits aber auch zu beachten, dass durch den Stecker von jedem üblichen Staubsauger mehr Strom fließt als durch den Stecker eines Balkonkraftwerks. Die von uns verwendeten kleinen Wechselrichter, die den Solarstrom zu Haushaltsstrom umwandeln, haben außerdem Netz- und Anlagen-Schutz (NA-Schutz) integriert. Das heißt zum Beispiel, dass vorne am Stecker nach dem Kappen der Verbindung mit dem Stromnetz nach 0,2 Sekunden keine Spannung mehr anliegt, er also bedenkenlos angefasst werden kann. Bei Staubsaugern muss das erst nach einer Sekunde der Fall sein. Dennoch gilt es natürlich in jedem Fall, vorsichtig zu sein.

Im Balkonkraftwerks-Anmeldeformular vieler Stromnetzbetreiber muss ggf. die Nutzung einer speziellen Energiesteckdose bestätigt werden. Dieses Formular füllen wir für Dich aus und besprechen es dann noch einmal mit Dir.

Grundsätzlich dürfen nur eingetragene Elektriker*innen Steckdosen installieren (§13 Niederspannungs-Anschlussverordnung). Laien dürfen aber Vorarbeit leisten und z.B. die Schlitze in die Wand stemmen. Wir sind als Elektroinstallationsbetrieb in die Handwerksrolle eingetragen und können euch eine solche Außensteckdose problemlos einrichten.

Für alle Mieter:innen gilt ein klares Nein. Dein:e Vermieter:in ist für die Elektrik zuständig. Eine Einrichtung einer Außensteckdose gilt aber als Modernisierung und muss daher von der:m Vermieter:in genehmigt werden. Wir können gerne alle Details mit Eurer:m Vermieter:in klären.

Beachte: das Balkonkraftwerk darf aus Brandschutzgründen nicht in eine Mehrfachsteckdose eingesteckt werden.

Ein klares Jein. Das Anmeldeverfahren wurde in einer Norm Ende 2018 so vereinfacht, dass dafür kein*e Elektriker*in mehr vorgeschrieben ist. Jede*r darf das Balkonkraftwerk also selbst beim Netzbetreiber anmelden. Wir können dir diese Bürokratie gerne abnehmen.

Allerdings braucht es für die Installation einer Steckdose eine Elektriker*in, denn nur diese dürfen rechtlich gesehen “Arbeiten an elektrischen Anlagen” durchführen. Muss also auf Deinem Balkon eine Steckdose umgebaut oder neu verlegt werden, muss im Kontakt mit der*m Hauseigentümer*in abgesprochen werden, inwiefern eine Elektrofachkraft dafür beauftragt wird.

Die Sicherung und die Steckdose des Balkonkraftwerks muss mit der maximal zulässigen Einspeiseleistung (600W) markiert werden - wir bringen dafür kleine Sticker mit. In manchen Fällen müssen auch Sicherungen ausgetauscht werden - dafür braucht es eine Elektrofachkraft.

Auf den vereinfachten Anmeldeformularen für Balkonkraftwerke ist keine Unterschrift einer Elektrofachkraft mehr vorgesehen. Ob eine Elektrofachkraft an der Installation eines Balkonkraftwerks mitgewirkt hat, wird von den Verteilnetzbetreibern nicht überprüft.

Wir können uns gerne um alle nötigen Absprachen kümmern.

Nein, die Versorgung durch selbst produzierten Sonnenstrom beeinflusst in keiner Weise die bestehenden Verträge. Allen Strom, den die Sonne nicht direkt deckt, bekommt ihr weiterhin einfach aus dem Netz von Eurem Stromversorger.

Am besten sollte dieser Strom natürlich wirklicher Ökostrom sein (Achtung: schwarze Schafe!). Falls ihr noch keinen Ökostrom bezieht, können wir aufgrund ihrer hohen Standards und der eigenen Investition in erneuerbare Energien vor allem diese vier Anbieter empfehlen:

Ja - leider legt die Bürokratie auch und gerade den kleinen Kraftpaketen der Balkonsolarmodule Steine in den Weg.

Obwohl in den letzten Jahren viele zehntausend Balkonkraftwerke als "Guerilla-PV" ohne Anmeldung betrieben wurden, ist die Anmeldung offiziell vorgeschrieben und seit Ende 2018 auch klarer geregelt.

Vor Anschluss muss das Balkonkraftwerk dem Stromnetzbetreiber angezeigt werden. Gegenüber dem Netzbetreiber sollte auch auf die Vergütung nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz verzichtet werden, denn das bringt für so kleine Anlagen bei unter zehn Euro jährlicher Vergütung enorm viel Bürokratie mit sich (Behandlung als Gewerbetreibender durch das Finanzamt mit entsprechender Einnahmenverrechnung, zusätzliche Messentgelte usw.). Außerdem sollten alte Zähler ausgetauscht werden, denn sonst kann es stärkere rechtliche Probleme geben (s.u.). Das kann ggf. auch einige Jahre nach Installation noch rückwirkend passieren, das wäre ärgerlich. Eine Anmeldung macht daher wirklich Sinn. Der Zählertausch wird automatisch mit der Anmeldung beantragt.

Viele Verteilnetzbetreiber bieten für Balkonkraftwerke ein vereinfachtes Anmelde-Verfahren an (z.B. die Städtischen Werke Netz+Service im Stadtgebiet Kassel, aber auch die EAM Netz für einen großen Teil Nordhessens). Wir kümmern uns in jedem Fall um Eure Anmeldungen, sodass Ihr Euch da nicht einarbeiten müsst. In aller Regel wird dann im Anschluss der Stromzähler getauscht (s. Frage zu den Stromzählern).

Außerdem muss die Anlage nach Inbetriebnahme im Marktstammdatenregister der Bundesnetzagentur eingetragen werden. Auch das erledigen wir gerne für Euch, damit ihr euch dort nicht einfuchsen müsst.

Leider ist das durch eine technische Richtlinie vorgeschrieben (VDE-AR-N 4105:2018-11). Bei mehr als 600 Watt Wechselstrom-Leistung des Wechselrichters muss eine Elektrofachkraft die deutlich aufwändigere Anmeldung des Anschlusses übernehmen.

Größere Anlagen machen dann vom bürokratischen Aufwand erst wieder ab etwa 4 kWp elektrischer Leistung Sinn - zum Beispiel auf dem eigenen Dach? Sprecht uns für eine solche Selbstbau-Anlage gerne an, wir besprechen dann alle Möglichkeiten mit Euch.

Bis vier Meter Höhe gibt es keinerlei rechtliche Einschränkungen. Darüber darf es maximal 10° nach außen aufgeständert werden. Grund ist, dass mit der Überkopfverglasungs-Richtlinie herabstürzendes Glas durch Schneelast oder Windbruch vermieden werden soll.

Die Person, die das Balkonkraftwerk in Eurem Fall anbringt, ist für dessen ordnungsgemäße Installation verantwortlich. Wenn Ihr das gerne selbst machen wollt, kontrollieren wir anschließend gern, ob das so passt. Wenn es Euch lieber ist, können auch wir die Anbringung (ggf. mit Euch zusammen) übernehmen.

Grundsätzlich betreibt Ihr das Balkonkraftwerk und seid für die Verkehrssicherung zuständig. Checkt also immer mal wieder, ob alle Schrauben o.Ä. noch gut sitzen.

Wenn unter Eurem Balkon Fußwege verlaufen, dürfen nur spezielle Solarmodule (z.B. mit Sicherheitsglas) verwendet werden, um Glasunfälle auszuschließen. Um die Auswahl eines passenden Balkonkraftwerks kümmern wir uns.

Stromzähler

Habt Ihr einen alten Stromzähler ohne Rücklaufsperre (häufig bei den "Ferraris-Stromzählern" mit Drehscheibe, s. Bild unten)? Dann dreht dieser rückwärts, wenn mehr Energie durch das Balkonkraftwerk erzeugt wird als im Haushalt verbraucht wird. Dies könnte eine „Fälschung technischer Aufzeichnungen“ nach §268 StGB sein. Bisherige Gerichtsurteile zu Stromzählern auf Basis dieses Gesetzes sehen nur verhältnismäßig geringe Geldstrafen vor. Teils wird davon ausgegangen, dass erst eine Straftat vorliegt, wenn das Rücklaufen mehr als 4% des Jahresstromverbrauchs ausmacht, also mehr als die Messungenauigkeit des Zählers.

Doch auch Betrug und Steuerhinterziehung beziehungsweise Steuerverkürzung wegen der geprellten Stromsteuer stehen mitunter im Raum. Grundsätzlich ist daher ganz klar zum Einbau eines rücklaufgeschützten Zählers zu raten.

Wenn ihr noch keinen rücklaufgeschützten und ggf. Zweirichtungs-Zähler installiert habt, wird Euer Messstellenbetreiber das meist einige Wochen nach Anmeldung des Balkonkraftwerks erledigen. Manchmal berechnen die Messstellenbetreiber dafür einen zweistelligen Betrag (s.nächste Frage).

Ferrariszähler (links) sind nicht für den Betrieb von Balkonkraftwerken geeignet. Ihr braucht einen rücklaufgeschützten Stromzähler, z.B. ein modernes Messsystem (rechts)
Ferrariszähler (links) sind nicht für den Betrieb von Balkonkraftwerken geeignet. Ihr braucht einen rücklaufgeschützten Stromzähler, z.B. ein modernes Messsystem (rechts). Foto: MachDeinenStrom.de

Auf rücklaufgeschützten Zählern ist an beliebiger Stelle und teils auch sehr klein dieses Symbol zu finden:

Strom durch die Steckdose einspeisen, Gefahren ...

Von einigen Netzbetreibern wird stattdessen explizit ein Zwei-Richtungs-Zähler verlangt. Hier werden also auch die wenigen kWh erfasst, die durch das Balkonkraftwerk ins öffentliche Stromnetz eingespeist werden. Die üblicherweie von Netzbetreibern in den letzten Jahren eingebauten "modernen Messsysteme" haben diese Funktion. Zwei-Richtungs-Zähler sind mit dem folgenden Symbol gekennzeichnet:

Zwei-Richtungs-Zähler: zwei gegenläufige Pfeile mit Endstrich links

Seit 31.01.2020 müssen Stromzähler auf Antrag der Haushalte durch die Messstellenbetreiber frühzeitig mit einem intelligentes Messsystem (Smart Meter) ausgetauscht werden. Zuvor haben einige wenige Netzbetreiber Balkonkraftwerks-Haushalten eine Rechnung für den Stromzählerwechsel in Höhe von 30 bis 160 € gestellt. Wir sammeln dazu noch Erfahrungen mit den Netzbetreibern Nordhessens und setzen uns für Verbraucher*innenfreundlichkeit ein. Die Städtischen Werke Netz+Service GmbH (Stadtgebiet Kassel) haben in der Vergangenheit teils etwa 50 € berechnet. Fachjurist*innen der verbraucherzentrale NRW sind sich sicher, dass der Zählertausch finanziell von den Netzbetreibern übernommen werden muss.
Insbesondere bei älteren Gebäuden (vor 1965) muss in manchen Fällen der ganze Zählerschrank ausgetauscht werden. Das kann bis über 2000 € kosten und muss von der/dem Hauseigentümer*in übernommen werden. Diese Kosten werden aber ohnehin in den nächsten Jahren im Laufe des “Smart Meter Rollout” anfallen, werden jetzt also nur etwas vorgezogen.

Smart Meter erfassen den Stromverbrauch kontinuierlich und funken ihn üblicherweise alle 15 Minuten an deinen Stromnetzbetreiber. So können Verbrauchsschwankungen besser und kostengünstiger ausgeglichen werden.

Außerdem könnt Ihr Euren Stromverbrauch jederzeit beobachten: eine digitale Anzeige zeigt an, wie viel Watt Ihr aktuell in Eurem Haushalt verbraucht. Mit einigen Smart Home - Apps könnt ihr euch auch unterwegs Euren Stromverbrauch oder die aktuelle Stromerzeugung durch Eure Solaranlage auf dem Dach anzeigen lassen. Teils können auch einzelne Haushaltsgeräte über das Smart Meter per Smartphone angestellt werden (z.B. die Waschmaschine zwei Stunden, bevor Ihr nach Hause kommt). Das Angebot steigt hier stetig.

Bei einem Stromverbrauch über 6.000 Kilowattstunden (kWh) pro Jahr ist der Einbau eines Smart Meters seit Februar 2020 durch den Messstellenbetreiber verpflichtend vorgesehen. Das gilt womöglich ab Herbst 2020 auch für Haushalte, in denen eine Dach-Solaranlage mit mehr als 7 kWp Leistung oder eine “steuerbare Verbrauchseinrichtung” angemeldet ist – das kann eine Wärmepumpe, eine (ineffiziente!) Nachtspeicherheizung oder eine E-Auto-Ladesäule sein.
Als Stromkund*innen gibt es kein Widerspruchsrecht, wenn der Messstellenbetreiber den Einbau eines Smart Meters plant – egal, ob der Einbau für den Betreiber verpflichtend ist oder nicht.
Der Stromzählerwechsel muss vom Messstellenbetreiber mindestens drei Monate vor Einbau vorangekündigt werden. Mindestens zwei Wochen zuvor muss der konkrete Termin bekanntgegeben werden.

Zwei Nachteile sind einerseits die höheren jährlichen Kosten (s.u.) und andererseits Bedenken zum Datenschutz. Bei den üblichen 15-Minuten-Intervallen erfährt Euer Messstellenbetreiber und darüber Euer Stromlieferant, wie Eure täglichen Rythmen sind, wann Ihr im Urlaub seid usw. Teils können aus Veränderung Eurer Verbrauchsmuster auch Schlüsse wie die Geburt eines neuen Kindes o.Ä. abgeleitet werden. Im ungünstigen Fall trudelt dann also ungewollt Werbung für Babykleidung ein – wobei diese Informationen in unserer Informationsgesellschaft leider vermutlich durch Eure Internetrecherchen längst bei zahlreichen Werbeagenturen zu finden sind.

Weitere Infos bei der Verbraucherzentrale.

Der Messstellenbetreiber darf die Kosten für die Messung nur bis zu einer festgelegten Höhe an die Nutzer weiterreichen. Je nach Stromverbrauch können das für einen Privathaushalt jährlich maximal 23 € (bis 2.000 kWh), 30 € (bis 3.000 kWh) oder 40 € (bis 4.000 kWh) sein. Für steuerbare Verbrauchseinrichtungen (Wärmepumpen, E-Autos sowie auch veraltete Nachtspeicherheizungen) oder größere Dach-Solaranlagen gelten noch einmal höhere Werte.
Im Durchschnitt kosten “normale” Stromzähler bislang 13 € pro Jahr, die Kosten steigen also nur leicht – insbesondere bei geringem Stromverbrauch, der ja aus vielen Gründen sinnvoll ist. Kommt auf uns zu, wenn Ihr Tipps zum Energiesparen sucht. Auch eine professionelle Energieberatung können wir Euch vermitteln.

Eure Frage ist nicht dabei? Bei der Deutschen Gesellschaft für Sonnenenergie (DGS) findet sich eine noch umfangreichere Sammlung von Häufigen Fragen.

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