SoLocal Energy

In der Nachbarschaft die Klimawende voranbringen

Warum geht es eigentlich bei mir ganz direkt vor Ort nicht voran mit der Energiewende? Warum ist keine Solaranlage auf dem Dach? Warum kein gemeinsam genutztes E-Lastenrad unter einem überdachten Fahrradständer?

Wer kennt das nicht, „man müsste ja mal“, „jemand könnte ja mal“ usw. – alle warten, dass jemand (anderes) startet. Es ist ja schließlich auch eine riesige Herausforderung, eine nachhaltige Energieversorgung und andere nötige Maßnahmen der Klimawende zuhause umzusetzen. Denn auf den ersten Blick erfordern sie viel technisches Vorwissen und Kreativität – und noch dazu funktionierende nachbarschaftliche Strukturen.

Für uns sind die Nachbarschaften eine enorm wichtige Keimzelle der lokalen Bürgerenergiewende. Wir wollen Eure Nachbarschaften gemeinsam mit Euch genau dazu machen – zu einer Nachbarschaft, die in der Klimawende vorangeht.

Rund 20 Menschen auf Bierbänken und im regen Gespräch in einem Hof mit Bäumen
Mit einem Nachbarschaftsfest lässt sich ein erfolgreiches Nachbarschaftsprojekt für die Klimawende wunderbar feiern! Foto: NeONBRAND/Unsplash

Wie funktioniert das?

Du möchtest etwas bewegen in deiner Nachbarschaft? Wir unterstützen Dich dabei!

Gemeinsam suchen wir weitere Interessierte in Deiner Nachbarschaft und begleiten Euch auf dem Weg zu Eurer ganz persönlichen nachbarschaftlichen Energiewende.

Die Projekte, die wir gemeinsam umsetzen, können ganz verschiedener Natur sein:

  • eine gemeinschaftliche PV-Anlage auf dem Supermarkt um die Ecke, der so ein schönes großes Dach hat

  • eine Sammelbestellung für Balkonkraftwerke, damit auch jede Mietwohnung zur Prosumentin werden kann: Produzentin + Konsumentin = Prosumentin!

  • Anschaffung eines gemeinsamen E-Lastenrades und Lademöglichkeit

  • oder… oder… oder – hier könnte Deine Idee stehen!

Wie fange ich an?

Der erste Schritt für Dich ist, uns zu kontaktieren.

Nach einem ersten Telefonat kommen wir dann gerne zu Besuch in die Nachbarschaft. Zusammen mit Dir loten wir aus, welche Möglichkeiten es für Euch gibt und besprechen die nächste Schritte.

Bald folgt dann ein Auftakttreffen, zu dem wir breit in der Nachbarschaft einladen. Was dann folgt, kommt ganz auf Eure Situation an.

Bei einigen Projekten braucht es letzen Endes natürlich einiges an Geld für die Projekt-Umsetzung. Wir unterstützen Euch dann gerne auch dabei, eine Finanzierung für Eure Projekte zu finden.

Wie sehen die nächsten Schritte aus?

Das hängt ganz von Euch ab, von Euren Wünschen und Bedarfen. Unser Ziel ist es, Euch dabei zu unterstützen und zu befähigen, Schwung in Eure Nachbarschaft zu bringen. Wir gestalten diesen Weg je nach Eurer Situation flexibel und kreativ – daher können auch ganz verschiedene Projekte dabei rauskommen. Kontinuierlich begleiten wir Euch bei der Ideenfindung, Auswahl und Umsetzung der Projekte.

Nachdem sich eine Nachbarschaft zusammengefunden hat, machen wir einen Auftakt, bei dem wir unser Angebot noch einmal genauer vorstellen.

Dazu gehört auch, dass wir natürlich das Mehl für unser selbstgebackenes Brot verdienen wollen. Deswegen haben wir uns ein solidarisches Finanzierungs-Prinzip angelehnt an das der Solidarischen Landwirtschaft (SoLaWi) überlegt: Anstelle eines Gemüsekorbs bekommt Ihr regelmäßige Treffen, teilweise auch mit Expert*innen, Materialien und permanente Ansprechpersonen für all Eure Fragen mit Bezug zu Eurer Energie- und Klimawende. Dafür unterstützt Ihr uns mit einem monatlichen Beitrag, sodass wir langfristig (z.B. für ein Jahr) finanzielle Sicherheit haben und uns für Euch voll reinhängen können!

Dabei kommen zwei Ebene der Solidarität zum Tragen:

1. Solidarität zwischen den Mitgliedern der Nachbarschaft

Wir alle sind mit verschiedenen Möglichkeiten ausgestattet, die wir nicht immer beeinflussen konnten. Doch wir wollen im Sinne der „Gemeinschaftlichen Energie für alle!“ allen die Möglichkeit geben, in einem Nachbarschaftskreis mitzumachen. Dafür wird der monatliche Beitrag flexibel sein und sich an Euren finanziellen Möglichkeiten orientieren.

Wie bei der SoLaWi legen wir unsere Ausgaben offen und über mehrere Bietrunden trägt die Nachbarschaft den Betrag gemeinsam zusammen. Dabei können auch Nachbar*innen sich finanziell beteiligen, die keine Zeit für das gemeinsame Entwickeln und Umsetzen der Projekte einbringen können oder wollen. So können Menschen, die mehr haben, auch mehr geben und so mehr Menschen Teilhabe ermöglichen.

2. Solidarität der Mitglieder zum Kollektiv SoLocal Energy als Anbieter

Für uns geht es darum, unsere Arbeit auf sichere Beine zu stellen. Unser Ziel mit SoLocal Energy ist es, die Bürgerenergiewende voranzutreiben und deswegen wollen wir 100% unserer Zeit da reinstecken können. Dafür brauchen wir natürlich auch ein ausreichendes Einkommen. Unsere finanziellen Bedürfnisse machen wir euch beim ersten gemeinsamen Treffen transparent.

Wenn viele Menschen einen Beitrag leisten, kann dieser Ansatz für nachbarschaftliche Klimawende funktionieren. Es braucht einfach Menschen, die anpacken.  Gemeinsam können wir so etwas Neues schaffen: Eine solidarische Energieversorgung!

Infos zu gemeinschaftsbasiertem Wirtschaften

Mehr zum Thema gemeinschaftsbasiertes Wirtschaften gibt es hier:

Wir sind Teil eines engen Netzwerks für gemeinschaftsbasiertes Wirtschaften. Auf diesen Websites findet ihr ebenfalls weitere Informationen zu dieser Wirtschafts-Alternative: