Große Solaranlagen gemeinsam selber bauen in der Selbstbaugemeinschaft

Gemeinsam und solidarisch richtig viel Erneuerbare Energie erzeugen – und selbst bei der Installation teilhaben? Wir zeigen, dass das geht. Wir ermöglichen dir, deine Solarstromanlage selbst zu bauen!

Die BürgerEnergieGenossenschaft eG 58 aus Hagen und die Energiewendegenossenschaft Spiez aus der Schweiz sind gute Beispiele, dass Du und Ich gemeinsam auch große solarelektrische Anlagen bauen können. Erstaunlich viel einer Solaranlage lässt sich problemlos ohne spezielle Vorkenntnisse installieren – natürlich mit fachkundiger Unterstützung und schließlich der Abnahme durch eine*n Handwerksmeister*in. Und wahrscheinlich bist du nach einem Tag auf dem Dach schon fast ein*e Solarexpert*in!

Zwei Hände schlagen vor einem Werkzeugset ein - Symbol der Selbstbaugemeinschaft

Unsere Vision einer Selbstbaugemeinschaft ist der Bau von Solaranlagen analog zum Konzept der Solidarischen Landwirtschaft. Daher stellen wir uns die Selbstbaugemeinschaft wie folgt vor:

  • Eine Gruppe von 6 Menschen, die sich eigene Photovoltaikanlage wünschen, kommt unter unserer Anleitung zusammen.

  • Die Gruppe beschließt Verantwortung für die gemeinsame Umsetzung der Projekte innerhalb eines halben Jahres zu übernehmen. Das heißt:

    •  Solidarität unter den Mitgliedern: Alle bringen sich nach eigenen Kräften und Ressourcen ein und leben Solidarität. In der Gruppe können alle an den Anlagen der gesamten Gruppe mitarbeiten und dabei gemeinsam Solidarität leben.
      Wenn zum Beispiel bei einem Mitglied während des Umsetzungszeitraums eine erhöhte berufliche Belastung auftritt, wie beispielsweise während der Corona-Krise bei Mitarbeitenden des Gesundheitswesens oder im privaten Bereich bei der Kinderbetreuung, übernehmen die anderen Mitglieder die Arbeiten dieses Mitglieds gemeinsam gemäß ihren eigenen Kräften und Ressourcen.

    • Solidarität zu den Anbieter*innen und Transparenz der Kosten: Die Kosten bei der Umsetzung der Projekte bestehen aus Materialkosten, Kosten für ein Gerüst, dem Anschluss der Anlage durch eine*n Elektriker*in sowie aus Personalkosten bei SoLocal Energy für die Planung der Projekte und die Organisation der Gemeinschaft.
      Das heißt, dass wir zunächst einen Betrag festlegen, den wir für unsere Arbeit benötigen. Dann gibt jedes Mitglied in einer geheimen Wahl die Höhe des Betrags ab, den es zur Finanzierung unserer Arbeit beitragen kann und möchte. Sobald der von uns benötigte Betrag erreicht ist, geht´s los (also wie bei einer SoLawi-Bietrunde). Wie der von SoLocal Energy festgelegte Betrag zustande kommt, bleibt hierbei nicht etwa unser Geschäftsgeheimnis, sondern wird auf der Bietrunde transparent kommuniziert.

  • Wir planen alle Projekte in enger Kommunikation mit den anderen Mitgliedern und stimmen die Arbeiten der verschiedenen Gewerke aufeinander ab. Die Reihenfolge der Umsetzung der verschiedenen Projekte wird von allen Mitgliedern gemeinsam festgelegt.

  • Abschließend werden die Projekte von einem Solar-Installateur abgenommen.

Wir werden als eine gemeinschaftsgetragene Energieversorgung aufbauen und wir freuen uns, wenn du dabei bist!

Die ersten Module werden verlegt

Meld dich bei uns, wenn du

  • Interesse hast, selbst an Solaranlagen in Nordhessen mitzubauen oder

  • Dächer kennst, die bebaut werden wollen!

Der erste Durchgang der Selbstbaugemeinschaft startet im Frühjahr 2022 – mit dir?

Noch Fragen offen? Dann schau in unsere FAQ (Frequently Asked Questions/Häufige Fragen) weiter unten!

Lasst uns gemeinsam und solidarisch den Weg der Transformation für ein gutes Leben für ALLE gehen!

Das Team

Bild von Benedikt Breuer

Benedikt ist unser Solarselbstbau-Experte und kann es kaum erwarten, eine Solaranlage auf dein Dach zu planen!

Du kannst ihn direkt erreichen unter:
benedikt.breuer@solocal-energy.de
0561 4739169-1

Bild von Kerstin Lopau

Kerstin ist die Community Managerin der Solarselbstbaugemeinschaft und sorgt dafür, dass unten am Boden und oben auf dem Dach alles glatt läuft!

Du kannst sie direkt erreichen unter:
kerstin.lopau@solocal-energy.de
0561 4739169-2

Eine der ersten Solarselbstbauanlagen
– 1,5 Tage x 4 Menschen = 13 kWp Solaranlage! Ausführlicher Bericht hier.

Unsere Antworten auf eure Fragen!

Wir erweitern die Frage- und Antwortsammlung laufend. Melde dich auf jeden Fall bei uns, wenn eine deiner Fragen unbeantwortet ist.

Zur Selbstbaugemeinschaft

In unserem Konzept starten wir erstmal mit 6 Familien oder Haushalten und 6 Solaranlagen in 6 Monaten. Wir haben gute Erfahrungen damit gemacht, wenn 4-5 Menschen auf der Baustelle sind. Mit mehr als 7-8 Menschen wird es wahrscheinlich zu voll auf dem Dach und es gibt gar nicht genug Arbeit für alle. Denn wir wollen ja schließlich alle hoch motiviert Hand anlegen für die Energiewende! 🙂

Alle, die körperlich einigermaßen fit sind. Aber auch wenn das nicht zutrifft: Auch Kuchen backen, Logistik, Orga etc. können übernommen werden und sind ebenso essentielle Aufgaben beim Selbstbau! Uns ist wichtig, dass die Selbstgemeinschaft ein inklusiver Lernort ist, an dem sich alle wohl fühlen, unabhängig von ihren Möglichkeiten und Vorkenntnissen.

Nein, nur begeisterungsfähig sein! Eine Prise Lust an Kommunikation kann auch nicht schaden, denn schließlich bildet ihr eine Gruppe, die sich solidarisch trägt und da gibt es manchmal einige Dinge zu besprechen. Für den Rest leiten wir euch an! Wenn du schon Vorkenntnisse hast, ist das natürlich auch super, dann kannst du uns bei der Anleitung vielleicht sogar unterstützen.

Wir fühlen uns eng verbunden mit der Energiegenossenschaft Bürger Energie Kassel & Söhre eG und unterstützen ihre Arbeit voll. Gleichzeitig möchten wir ein ergänzendes Angebot schaffen für Menschen, die selbst Hand anlegen und nicht nur Geld anlegen wollen. Deswegen organisieren wie dir Solarselbstbaugemeinschaften.

Die Kasseler Energiegenossenschaft finanziert und betreibt Solarstromanlagen. Für den Bau der Anlagen beautragen sie Solarfirmen. In der Selbstbaugemeinschaft bauen wir aber selbst Anlagen.

Langfristig finden wir es aber auch sinnvoller, wenn die Energieanlagen in der Hand von Gemeinschaften, also z.B. Genossenschaften, sind und nicht im Besitz von Privatpersonen, um möglichst vielen Menschen, unabhängig von individuellen Voraussetzungen und Ressourcen, eine Teilhabe an einer nachhaltigen Energieversorgung zu ermöglichen. Deswegen basteln wir schon seit einiger Zeit mit unseren Kooperationspartner*innen an der Idee des „SolarCommons“ herum. Bei Interesse meldet euch bei Kerstin.

Jein. Der Ursprungsgedanke kommt aus der Schweiz, wo der Solarselbstbau schon seit einigen Jahren sehr erfolgreich gemacht wird und auch ein Handbuch entwickelt wurde. Die Schweizer*innen organisieren sich dazu in Genossenschaften, was dort viel einfacher geht als in Deutschland. Für unseren Kontext haben wir die Ideen weiter gesponnen und an unsere Ideale und die rechtlichen Rahmenbedingungen angepasst. Dazu sind wir im engen Austausch mit anderen Selbstbau-Initiativen in ganz Deutschland, allen voran mit unseren Freund*innen vom Bremer SolidarStrom. Auch hierzulande wird ein deutschlandspezifisches Handbuch entwickelt und bald soll es auch eine bundesweite Plattform mit einem Verzeichnis der Selbstbau-Initiativen in Deutschland geben.

Technisches

Grundsätzlich können drei Fälle auftreten:

  1. Du verbrauchst mehr Strom, als gerade von deiner Solaranlage erzeugt wird. Dann verbrauchst du zuerst komplett deinen Solarstrom und den Rest beziehst du aus dem Netz. Dafür bezahlst du den ganz normalen Stromtarif, aber natürlich viel weniger, als ohne Solaranlage!
  2. Du verbrauchst genauso viel Strom, wie deine Anlage gerade produziert – bingo! Du speist nichts ein und beziehst auch nichts aus dem Netz. Dieser Zustand dauert meistens aber nicht lange an, weil ja sowohl dein Stromverbrauch, als auch die Solarstromproduktion sich am Tag häufig ändern.
  3. Die Leistung deiner Solaranlage ist so groß, dass sie mehr Strom erzeugt, als du gerade verbrauchst (kann auch passieren, wenn du gerade nicht so viel verbrauchst, was natürlich auch gut ist!). Dann speist du die Überschüsse ins Netz ein und bekommst dafür Einspeisevergütung nach EEG (Erneuerbare-Energien-Gesetz). Dein Solarstrom wird dann faktisch an die Nachbar*innen geliefert und verdrängt ggf. fossile Kraftwerke aus dem Netz. Deswegen leistest du auch in diesem Fall einen Beitrag zur deutschlandweiten Energiewende!

Wir sagen: Immer. Denn ob du in deinem Haus viel Strom verbrauchst oder nicht: Allein durch den Konsum von Dingen des täglichen Bedarfs, ein Brot vom Bäcker, die Nutzung der Ampel oder die Fahrt mit der Straßenbahn: Du brauchst Strom. Und damit bist du insgesamt bei viel mehr Stromverbrauch, als eine kleine Dachanlage auf deinem Dach erzeugen könnte. Daher wollen wir die Dächer vollmachen!

So leisten wir und ihr einen gesellschaftlichen Beitrag zur Energiewende und somit zur Eindämmung der Klimakrise.

Aber keine Sorge: Über die Selbstbaugemeinschaft stellen wir sicher, dass aus deiner Anlage eine wirtschaftliche Anlage wird.

Die Eigenverbrauchsquote besagt, wieviel des produzierten Stroms du in deinem eigenen Haushalt verbrauchst.

Auch hier eine ingenieurinnenmäßige Lieblingsantwort: Es kommt darauf an…

Ganz grob liegen die Werte häufig zwischen 20 und 50% - aber wirklich nur gaaaanz grob!

Ihr könnt aber auch schon mal eine eigene Abschätzung machen, z.B. mit dem sehr benutzerfreundlichen Sunny Design.

Wir wollen aktuell unseren Fokus auf Solarstromanlagen setzen und bieten Speicher nur in Einzelfällen an.

Warum? Wir sind Ingenieur*innen, aber wir sind Neulinge im Elektrohandwerk. Erstmal möchten wir unsere Kenntnisse im Anlagenbau perfektionieren.

Außerdem: Aktuell sparen Speicher nicht wirklich Geld. Klar, auch hier kommt es auf den Einzelfall an – aber üblicherweise kostet Strom aus dem Speicher genauso viel wie Netzstrom. Speicher werden aktuell nicht für die Beschleunigung der gesamten Energiewende, sondern nur zur Maximierung des individuellen Eigenverbrauchs genutzt, das finden wir ziemlich egoistisch. Ideal wären Plus ein ökologischer und menschenrechtlicher Faktor: Aktuell enthalten Batteriespeicher Lithium. Die Bereitstellung des Materials ist dadurch nicht unproblematisch.

Wer sich mehr einarbeiten will, hier zwei Artikel: Zum Lithium-Abbau in Südamerika und zur Frage „Sind Solarstromspeicher wirklich Klimaschützer?

Der Autarkiegrad besagt, wieviel Prozent des Stroms, den ich Verbrauch, von meiner eigenen Produktion (in unserem Fall von der Solaranlage) stammt.

Die Antwort: Nein, du kannst nicht so ohne Weiteres autark werden mit einer Solaranlage. Das ist sehr aufwendig und es sollte auch nicht dein Ziel sein. Mit sogenannten autarken Lösungen lässt sich zeitweise ein Teil des Strombedarfs ersetzen. Wenn der Strom längere Zeit ausfallen würde, kämen noch ganz andere Probleme auf dich zu. Z.B. gibt es kein Wasser mehr und kein Telefon.

Die Nutzung des Netzes ist außerdem wirtschaftlich sinnvoll. Du kannst jedoch bei uns lernen, wie Gemeinschaften funktionieren. Dieses Wissen wird im Krisenfall wahrscheinlich deutlich nützlicher, als Strom.

Unsere Solarmodule beziehen wir von Heckert Solar aus Chemnitzer Fertigung. Uns ist es sehr wichtig, Nachhaltigkeit und Klimagerechtigkeit auf allen Ebenen zu leben, dazu gehört auch der Bezug unserer Materialien. Es gibt sehr problematische Verhältnisse in der chinesischen Solarindustrie (mehr zur Zwangsarbeit in der Region der Uigur*innen hier) und es ist kaum möglich, sich der Produktion zu entziehen, da sehr viel Wertschöpfung unter intransparenten Bedingungen in China stattfindet. Mit Heckert Solar haben wir eine Entscheidung getroffen, bei der nicht alles perfekt ist, aber die wir erst einmal vertreten können. Unser Kolleg*innen vom Bremer SolidarStrom haben eine Aufstellung zu Materialien gemacht, die wir mit euch teilen wollen.

Noch ein Wort zum Recycling: Photovoltaik-Module halten in der Regel mindestens 25 Jahre - die allermeisten Pionier-Anlagen aus den 90er-Jahren sind also noch im Betrieb. Insofern gibt es aufgrund der bislang äußerst geringen Mengen erst ein groß angelegtes Recycling-Angebot für Photovoltaik-Anlagen (www.pvcycle.de). Weitere sind aber bereits in der Planung und Vorbereitung.

Ideal wäre es aus unserer Sicht, wenn ein umfassendes Lieferkettengesetz umgesetzt würde, sodass wir guten Gewissens sagen könnten: Solarenergie ist sauber!

Um grob und einigermaßen zuverlässig abschätzen zu können, wie deine Solaranlage aussehen wird, brauchen wir folgende Infos/Fotos von dir:

Rund um die Baustelle

1-3 Tage, je nach Dach

Wir kümmern uns um das meiste.

Es ist toll, wenn ihr Platz schaffen könnt vor Ort, damit wir die Materiallieferung direkt zu euch schicken lassen können.

Wenn ihr Kontakt zu einem Gerüstebauer habt, her damit!

Ansonsten etwas Infrastruktur: Ein Raum, in dem wir uns ausruhen können (vor Kälte/Wärme/Regen geschützt)

Auf dem Dach muss erst die Unterkonstruktion befestigt werden: Dachhaken montieren, Ziegel bearbeiten, Schienen befestigen. Danach werden die Module auf die Schienen gelegt, festgeschraubt und direkt verkabelt.

Parallel können die Leitungen im Haus verlegt werden und die notwendige Technik (Wechselrichter, DC-Überspannungsschutz, Arbeiten am Zählerkasten) installiert werden.

Vorweggenommen: Arbeiten auf Dächern ist nicht ohne Risiko und erfordert besondere Aufmerksamkeit. Bis heute ist nach unserer Information aber noch kein schwerwiegender Unfall im organisierten PV-Selbstbau passiert. Wir tun natürlich Alles, damit das so bleibt. Wir befolgen alle Vorschriften der Berufsgenossenschaft und achten beim Bau besonders auf Sicherheit. Für Sicherheit auf der Baustelle kannst du aber auch selbst einen großen Beitrag leisten: durch umsichtigen Umgang mit Bauteilen, fachgerechte Verwendung von Werkzeug, Ordnung (keine Stolperfallen!), Vermeidung von Hektik und indem du dich an unsere Anweisungen hältst.

Ihr werdet keine Arbeiten an der Elektroinstallation vornehmen, ausgenommen ihr seid eine Elektrofachkraft.

Es wäre natürlich toll, wenn immer alle Mitglieder der Selbstbaugemeinschaft auf der Baustelle sind, aber auch hier wollen wir Solidarität leben: Natürlich ist ok, wenn mensch mal nicht kann, aufgrund privater oder beruflicher Verpflichtungen. Wir vertrauen euch!

Ja! Andere Aufgaben sind z.B.: Kabelkanäle bauen, Wechselrichter anschrauben, Leitungen verlegen (keine Leitungen anschließen, dass machen wir). Es gibt genug zu tun 😊

Vielleicht möchtest du die Selbstbaugemeinschaft auch als sicheren Lernort verstehen, dich ausprobieren und deine Grenzen austesten. Vielleicht magst du dich vorsichtig rauftrauen in Begleitung – wir müssen uns nicht beeilen! Auch für solche Erfahrungen soll Zeit & Raum sein! Wir schauen gemeinsam, was es braucht, dass die Bauzeit für alle angenehm wird.

Finanzielles

Das ist schwierig pauschal zu sagen, denn es hängt sehr vom Einzelfall ab, also von eurem Dach. Wieviel Fläche steht zur Verfügung, wie kompliziert ist das Dach geschnitten, braucht es noch irgendwelche Spezial-Komponenten…? Ganz grob kalkulieren wir mit Kosten von ca. 1.300 €/kWp

Eigentlich nicht. Allerdings benötigen wir für die Installation ein Gerüst, das wir extern einkaufen. Steht aber ohnehin auf dem Angebot. Es kommen also keine Kosten dazu, von denen ihr vorher nichts wusstet.

Im gemeinschaftsgetragenen oder auch gemeinschaftsbasierten Wirtschaften gibt es zwei Ebenen der Solidarität:

  1. Solidarität zwischen den Mitgliedern der Nachbarschaft:
    Wir alle sind mit verschiedenen Möglichkeiten ausgestattet, die wir nicht immer beeinflussen konnten. Doch wir wollen im Sinne der „Gemeinschaftlichen Energie für alle!“ allen die Möglichkeit geben, bei unseren Projekten mitzuwirken. Dafür ist euer monatliche Beitrag flexibel und orientiert sich an euren finanziellen Möglichkeiten.
    Wie bei der SoLaWi legen wir unsere Ausgaben für Personalkosten und die ungefähre Höhe der Materialkosten für eure Solaranlagen offen und über mehrere verdeckte Bietrunden trägt die Gemeinschaft den Betrag gemeinsam zusammen.
  2. Solidarität der Mitglieder zum Kollektiv SoLocal Energy als Anbieter:
    Um 100% unserer Zeit in die Bürgerenergiewende stecken zu können müssen wir unsere Arbeit auf sichere Beine stellen. Dafür brauchen wir ein ausreichendes Einkommen. Unsere finanziellen Bedürfnisse machen wir euch zu Beginn der Projekte transparent.

Wenn viele Menschen einen Beitrag leisten, kann dieser Ansatz für nachbarschaftliche Klimawende funktionieren.

Gemeinsam können wir so etwas Neues schaffen:

Eine solidarische Energieversorgung!

Auch dieser Punkt hängt sehr vom Einzelfall ab, also von der Höhe eures Stromverbrauchs und wann ihr euren Strom verbraucht. Die meiste Sonne scheint ja mittags und da sind wir oft gar nicht zuhause...Unser Fokus ist allerdings nicht rein der wirtschaftliche Nutzen einer Solaranlage, sondern vor allem der gesellschaftliche! Deswegen empfehlen wir: Macht die Dächer voll! Denn wir brauchen so schnell wie möglich so viel Solaranlagen und andere Erneuerbare Energieformen wie möglich, um um die Klimakrise wirksam zu begrenzen. Durch die solidarische Finanzierung wollen wir auch Haushalten mit geringem Einkommen ermöglichen, eine möglichst große Solaranlage zu bauen.

Rechtliches

Da wir neben dem gemeinnütziger Verein auch ein eingetragener Handwerksbetrieb sind, sind die Mitbauer*innen über unsere Berufsgenossenschaft versichert. Trotzdem ist es (generell) ratsam eine Privat-Haftpflichtversicherung zu haben, für alle kleinen Malheurs, die so im Leben ohne böse Absicht passieren können.

Nach der Inbetriebnahme musst du die Anlage im Marktstammdatenregister eintragen. Das ist ein Register der Bundesnetzagentur für Erzeugungsanlagen. Wir übernehmen das aber auch gerne. Die Anmeldung der Anlage beim Netzbetreiber übernehmen wir oder ein Partner von uns.

Kurz gesagt: Du musst die Anlage nicht selbst anmelden.

Als Installationbetrieb dürfen wir zu diesem Thema nicht beraten, aber wir leiten euch gerne Informationen hierzu weiter.

Wenn ihr eine einfache erste Information sucht, ist diese Seite der Verbraucherzentrale eine gute Quelle. Wenn ihr euch reinfuchsen wollt, können wir euch noch einen Artikel vom PV-Magazine empfehlen. Oder ihr fragt eine*n Steuerberater*in!

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